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46. Turniersieg auf Sand: Tennisstar Nadal stellt Rekord ein

Tennisstar Nadal: Triumph in Buenos Aires Zur Großansicht
REUTERS

Tennisstar Nadal: Triumph in Buenos Aires

Lange hatte er mit Verletzungen zu kämpfen, nun sorgt Rafael Nadal wieder für positive Schlagzeilen: Durch seinen Erfolg bei den Argentina Open hat der Sandspezialist einen historischen Rekord eingestellt.

Hamburg - Mit seinem 46. Turniersieg auf Sand hat Rafael Nadal Tennis-Geschichte geschrieben. Der 28-jährige Spanier gewann das wegen Regens zwischenzeitlich unterbrochene Endspiel der Argentina Open in Buenos Aires gegen den Argentinier Juan Mónaco 6:4, 6:1. Damit zog Nadal mit dem argentinischen Rekordhalter Guillermo Vilas gleich, der in den Siebziger- und Achtzigerjahren der dominante Spieler auf Sand war.

Für den Weltranglistenvierten war es insgesamt der 65. Titel auf der Tour. Damit überholte er in der "ewigen" Liste der Turniersieger die US-Amerikaner Pete Sampras und Björn Borg (jeweils 64 Titel). In diesem Ranking belegt Nadal nun Rang fünf. Von den noch aktiven Profis hat einzig der Schweizer Roger Federer (84) mehr Erfolge vorzuweisen.

Auf dem Weg zum historischen Titel musste Nadal, der für seinen ersten Turniersieg seit den French Open 2014 ein Preisgeld von 91.050 Dollar (etwa 81.000 Euro) kassierte, viel Geduld beweisen. Zunächst begann das Match aufgrund des schlechten Wetters mit einigen Stunden Verzögerung - dann mussten die beiden Protagonisten nach nur zwei Spielen wieder vom Court. Erst nach 1:27 Stunden verwandelte der in der jüngeren Vergangenheit von zahlreichen Verletzungen zurückgeworfene Nadal seinen ersten Matchball.

Der Mallorquiner hatte aufgrund zahlreicher Blessuren und einer Blinddarm-Operation lange Pausen einlegen müssen. Bei den Australian Open schied er im Viertelfinale gegen den Tschechen Tomas Berdych aus, in Doha verlor er in der ersten Runde gegen den Stuttgarter Michael Berrer. In der vergangenen Woche war in Rio de Janeiro eine große Serie zu Ende gegangen - dort hatte er erstmals seit 2003 und 52 Halbfinal-Siegen in Folge auf Sand eine Niederlage in der Vorschlussrunde auf seinem Lieblingsbelag kassiert.

mon/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Alter Schwede!
noalk 02.03.2015
"Damit überholte er in der "ewigen" Liste der Turniersieger die US-Amerikaner Pete Sampras und Björn Borg" Wusste ich gar nicht, dass Borg zum US-Bürger konvertiert ist.
2. Erst nach 1:27 Std...
B.B.B 02.03.2015
...verwandelte Nadal seinen ersten Matchball." Solange dauert auf Sand manchmal ein Satz alleine. Hier von viel Geduld zu sprechen ist ziemlich vermessen. Bjoern Borg als US-Bürger zu bezeichnen ist vermutlich ein Flüchtigkeitsfehler. Schade, dass das Tennisfachwissen immer mehr schwindet.
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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.


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