US-Open-Siegerin Williams Die wahre Nummer eins

Victoria Asarenka hatte sie am Rande einer Niederlage - aber Serena Williams bewies im Finale der US Open mal wieder, dass sie nach wie vor das Zeug zur Nummer eins der Welt hat. Die 30-Jährige triumphierte in einem der besten Frauen-Endspiele der jüngeren Tennisgeschichte.

Serena Williams mit Pokal: "Ich möchte noch viel mehr erreichen"
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Serena Williams mit Pokal: "Ich möchte noch viel mehr erreichen"


Hamburg - "Oh my God, oh my God, oh my God" - Serena Williams schien kaum glauben zu können, was sie soeben erreicht hatte. Sie hüpfte auf und ab, ihre Freude kannte keine Grenzen. Auf der anderen Seite des Netzes brach Victoria Asarenka in Tränen aus. In einem der ausgeglichensten und spannendsten Damen-Endspiele der jüngeren Tennisgeschichte hatten der Weltranglistenersten aus Weißrussland nur zwei Punkte zu ihrem ersten US-Open-Triumph gefehlt.

Doch nach zwei Stunden und 18 Minuten vor den begeisterten Zuschauern im Arthur Ashe Stadium triumphierte Williams 6:2, 2:6, 7:5. 13 Jahre nach ihrem ersten Titel 1999 siegte die jüngere der beiden Williams-Schwestern wieder in Flushing Meadows. Nach Wimbledon und Olympia in diesem Jahr feierte die 30-Jährige den 15. Grand-Slam-Titel ihrer Karriere. Sie ist nun die zweitälteste US-Open-Siegerin nach Margaret Court im Jahr 1973. "Es ist phantastisch. In drei Jahrzehnten hier gewonnen zu haben, ist einfach cool", sagte Williams.

"Ich werde über mein Vermächtnis nachdenken, wenn es soweit ist"

Wäre das Endspiel gegen die sieben Jahre jüngere Asarenka so verlaufen wie Williams' vorige Spiele bei diesen US Open, wäre die unvermeidliche Diskussion über die wahre Nummer eins im Damentennis zwangsläufig wieder entbrannt. Hier Victoria Asarenka, die erst eines der vier wichtigsten Turniere gewonnen hat und erst zum zweiten Mal nach ihrem Sieg bei den Australian Open in diesem Jahr in einem Grand-Slam-Finale stand, aber dennoch die Weltrangliste anführt.

Dort Serena Williams, viermalige US-Open-Siegerin, die - wenn sie fit ist - die Konkurrenz noch immer dominiert. Im Ranking wird sie nach einigen Formschwankungen und Verletzungen auf Position vier geführt, vielen gilt sie als beste Tennisspielerin der Geschichte. "Ich weiß es nicht, ich werde über mein Vermächtnis nachdenken, wenn es soweit ist. Ich möchte noch viel mehr erreichen, um Geschichte zu schreiben", so Williams.

Vor den 23.000 Zuschauern hatte sich Asarenka am Sonntagnachmittag als ebenbürtige Gegnerin und würdige Nummer eins präsentiert. Allerdings startete sie schwach in die Partie. Nach dem verlorenen ersten Satz kämpfte sie sich in das Match zurück und stand bei 5:4-Führung und eigenem Aufschlag im dritten Satz zwei Punkte vor dem Matchgewinn. "Ich hatte die Rede für die Verliererin schon im Kopf", sagte Williams später, nachdem sie das Spiel für sich entschieden hatte. "Ich habe alles gegeben, aber Serena hat heute gezeigt, dass sie ein wahrer Champion ist", sagte Asarenka anerkennend.

luk/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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kolokasimebrizoles 10.09.2012
1. Serena danke
dass Du die Stöhnerin ausgeschaltet hast. Dieses Gejohle kann man ja nicht mit anhören. Gut gespielt hat sie aber, die Victoria. Selten bis 1 Uhr morgens am TV ausgeharrt.
sehrleise 10.09.2012
2. Verbietet das Gestöhne!
ich verstehe absolut nicht warum sich dieses Gestöhne bei weiblichen Tennisspielerinnen so etabliert hat. Natürlich baut man bei vielen Schlägen eine hohe Körperspannung auf, die sich im Moment des Schlages schlagartig entlädt und Luft aus dem Hals schiesst. Dabei entsteht also hörbare Luftströmung, gegen die natürlich niemand was sagt. Aber warum müssen hier einige noch aktiv ihre Stimmbänder ins „Spiel” bringen"? Ich hoffe nur, dass das irgendwann verwarnt wird damit man als Zuschauer nicht ständig über Oropax oder die Mute Taste an der Fernbedienung nachdenken muss.
deaap! 10.09.2012
3. Schade Vika
dass du es wieder nicht geschafft hast. Wir lieben dich trotzdem :-)
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