31. Grand-Slam-Endspiel Serena Williams steht im Finale der US Open

Serena Williams hat zum neunten Mal das Endspiel der US Open erreicht, sie trifft dort auf die Japanerin Naomi Osaka. Williams ist nur einen Sieg von ihrem 24. Grand-Slam-Titel entfernt - und einem Rekord.

Serena Williams
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Serena Williams


Serena Williams hat es erneut ins Finale der US Open in New York geschafft. Sie besiegte im Halbfinale Anastasija Sevastova aus Lettland, nach 66 Minuten stand es 6:3, 6:0. Im Finale an diesem Samstag trifft Williams nun auf Naomi Osaka aus Japan: Die 20-Jährige besiegte die Vorjahresfinalistin Madison Keys aus den USA 6:2, 6:4.

Für die 36-jährige US-Amerikanerin Williams ist es das neunte Finale bei den US Open. Es geht dann um ihren insgesamt 24. Einzeltitel bei einem Grand-Slam-Turnier - und um den ersten seit ihrer Babypause. Mit einem Sieg würde Williams den Rekord der Australierin Margaret Court für die meisten Grand-Slam-Titel einstellen. Schon im Juli hatte Williams in Wimbledon die Chance dazu gehabt. Sie verlor jedoch im Finale gegen Angelique Kerber. Auf Platz drei der erfolgreichsten Spielerinnen der Geschichte liegt Steffi Graf mit 22 Major-Erfolgen.

Von insgesamt 30 Endspielen in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York hat Serena Williams nur sieben verloren. Zweimal gegen Kerber, zweimal gegen ihre Schwester Venus sowie je einmal gegen Samantha Stosur, Marija Scharapowa und Garbiñe Muguruza. In Flushing Meadows hat sie 1999, 2002, 2008, 2012, 2013 und 2014 triumphiert. Im vergangenen Jahr hatte Williams das Turnier wegen der Geburt ihrer Tochter Olympia ausgelassen.

Ein Foto ihrer Tochter veröffentlichte Williams nach ihrem Halbfinalsieg in New York. Dazu schrieb sie die Frage: "Hat Mama gewonnen?"

aar/dpa/sid



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jean-baptiste-perrier 07.09.2018
1. Ominöse "Duelle"!
Ich bin eigentlich immer einer der pauschale Angriffe auf das Damen-Tennis zurückweist. Aber was da im Viertelfinale und Halbfinale bei den Damen in New York abgelaufen ist, war schon überwiegend erbärmlich. Halbfinale - da denkt man die derzeit besten vier Spielerinnen begegnen sich dort. Was Sevastova und Madison Keys geboten haben, hatte mit Tennis eher am Rande zu tun. Die beiden sind quasi mental implodiert und ein Fall für die weltbesten (Sport-)Psychologen. Sevastova hatte zu Beginn zwei gute Spiele (2:0!) und danach war sie nur noch ein williges Opfer für Serena Williams. Osaka hatte vier Breakbälle gegen Madison Keys von denen sie drei nutzen konnte. Madison Keys hatte 14 (oder waren es doch "nur" 13? - so what!) Breakbälle gegen Osaka. Von diesen konnte sie Null nutzen. Ja, 0 von 14 (oder 13)!!! Osaka 3 von 4!!! Hmmmhhhhh! Man kann nur hoffen, dass Osaka auch im Finale ihre Nerven behält und nicht wie viele andere niedergewalzt wird. Wo sind die Top Ten? In Wimbledon war es schon katastrophal und nur das Endspiel mit Kerber und Williams war in der Spur. In New York wieder ein ähnliches Bild. Man kann fast nur hoffen, dass Serena die zwei ihr noch zum alleinigen Rekord fehlenden Major-Siege schnellstens einsammelt und dann hoffentlich zurücktritt. Dieses frühzeitige Versagen von einem halben Dutzend Top-Spielerinnen muss irgendwie auch mit der ewigen Serena zusammenhängen. Als ob Halep, Wozniacki, Muguruza, Garcia, Svitolina,etc. unterbewußt sich vor Serena geradezu fürchten und sich deshalb schon sicherheitshalber in den ersten Runden vom Acker machen. Kerber (dritte Runde nicht berauschend aber insgesamt noch im Rahmen) hatte wohl weniger Serena im Kopf, sondern ist gegen Cibulkova schlicht und einfach zu früh vom Gas gegangen. Neben den gruseligen Halbfinalen mit Sevastova und Keys war ja auch insbesondere das Viertelfinale von Pliskova gegen Williams eine Bankrott-Erklärung. Vor zwei Jahren konnte Pliskova Serena noch im Halbfinale recht klar besiegen. Doch was ging in Pliskovas Kopf im diesjährigen Viertelfinale vor? Diese Emotionslosigkeit geht ja schon in die Richtung von Asperger. Man kann nur hoffen, dass bei den Australian Open sich dieser Trend im Damen-Tennis nicht fortsetzt. Kerber sollte da auch wieder hungriger sein und mehr investieren. Wäre schön wenn Osaka am Samstag Serena ordentlich Paroli bieten könnte. Mir geht Serena langsam auf den Geist. Dazu wird so getan als ob Serena quasi zwangsläufig ihren nächsten Titel in New York gewinnt. Genauso zwangsläufig wie sie in Wimbledon hätte gewinnen sollen, wenn nicht Angelique Kerber etwas dagegen gehabt hätte. Alle Daumen für Naomi Osaka!
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