Tennis Serena Williams verzichtet bei US Open auf Catsuit

Serena Williams hat gelassen auf das Catsuit-Verbot reagiert. "In der Welt der Mode will man nicht zur Wiederholungstäterin werden", sagte die 36-Jährige. Bei den US Open wird sie ohne den Anzug antreten.

Serena Williams bei den French Open
AFP

Serena Williams bei den French Open


"Ich bin sicher, dass wir uns einig werden und alles gut wird." Mit diesen Worten kommentierte Tennis-Superstar Serena Williams das drohende Verbot des Catsuits, den sie in diesem Jahr bei den French Open getragen hatte. Die Verantwortlichen des französischen Tennisverbands FFT hatten am Freitag die Einführung eines Dresscodes für das Turnier in Paris angekündigt.

Williams erklärte nochmals, dass sie den Ganzkörperanzug nur getragen habe, weil sie nach schwerwiegenden Komplikationen bei der Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia unter gesundheitlichen Problemen leide. Das Baby musste per Not-Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. Die Narbe platzte wieder auf, als Williams am Tag nach der Geburt aufgrund eines Blutgerinsels in der Lunge starken Husten bekam.

Seitdem leidet die Rekord-Grand-Slam-Siegerin an Durchblutungsstörungen. Der Anzug habe die Blutzirkulation angeregt, erklärte Williams. Bei den am Montag beginnenden US Open wäre der Catsuit erlaubt. Trotzdem hat die 36-Jährige ein neues Outfit angekündigt.

"In der Welt der Mode will man nicht zur Wiederholungstäterin werden", sagte Williams mit einem Augenzwinkern. Inzwischen habe sie "andere Methoden" gefunden, um die Durchblutung zu fördern. Unter anderem trage sie aus diesem Grund Strumpfhosen, sodass sie den Catsuit nicht mehr benötige.

mmm/sid

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insgesamt 3 Beiträge
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Trackspatz 25.08.2018
1. Wie egal mir das doch ist!
Meinetwegen kann die Dame auch splitterfasernackt oder im Pelzmantel antreten. Tennis soll sie spielen, und das möglichst gut. Diese Klamottenvorschriften gehören sämtlich in die Tonne getreten.
deklemens 26.08.2018
2. Traditionen...
Traditionen gehören alle kritisch hinterfragt, auch religiöse Traditionen. Sie alle gehören auf ihre menschenrechtliche Übereinstimmung überprüft und angepasst. Diese Kriterien sollten das Outfit der Spielerinnen und Spieler bestimmen, und nicht überholte patriarchalische, traditionelle Kleidervorschriften.
frame 26.08.2018
3.
Als Mediziner kann ich nur sagen: so ein Quatsch mit den Durchblutungsstörungen am ganzen Körper! Wer hat ihr denn das erzählt? Und das als Hochleistungssportlerin? Die Beine hätte sie sich wickeln können oder Kompressionsstrümpfe anziehen, das wäre vielleicht sinnvoll gewesen.
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