Tennisturnier in München: Haas setzt seinen Erfolgslauf fort

Zum ersten Mal seit 2009 hat Thomas Haas ein Halbfinale auf der ATP-Tour erreicht. In München besiegte er Marcos Baghdatis glatt - und blieb damit auch im dritten Turnierspiel ohne Satzverlust. Auch Philipp Kohlschreiber steht in der Runde der besten Vier.

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Tennisprofi Haas: Halbfinal in München erreicht

Hamburg - Es war das perfekte Ende einer starken Leistung: Mit einem Ass beim Matchball hat Thomas Haas den Einzug ins Halbfinale von München perfekt gemacht. Der 134. der Weltrangliste besiegte in der Runde der besten acht Marcos Baghdatis aus Zypern, derzeit auf Rang 39 der Welt, 6:1, 7:6 (7:3). "Es ist lange her, dass ich so einen Erfolg gehabt habe, ich wusste nicht, ob das noch mal möglich ist", sagte Haas.

Für den 34-Jährigen ist es das erste Halbfinale seit dem Einzug in die Runde der besten vier in Los Angeles im Juli 2009. Allerdings hatte er seit Februar 2010 mit Hüftproblemen pausieren müssen und war nach einer Operation erst im April des vergangenen Jahres zurückgekehrt.

Gegen Baghdatis erwischte Haas einen starken Start und gewann zwölf der ersten 13 Ballwechsel. Insgesamt war der erste Satz eine klare Sache - und schon nach gut 25 Minuten für den Deutschen entschieden. Der zweite Durchgang war deutlich ausgeglichener. Haas musste drei Breakbälle abwehren und erspielte sich selbst nicht eine Chance, um Baghdatis den Aufschlag abzunehmen.

Bereits am Mittwoch hatte der Wahl-Amerikaner im Duell mit dem Weltranglistenfünften Jo-Wilfried Tsonga eine starke Leistung gezeigt und den Franzosen in nur 59 Minuten aus dem Turnier geworfen. In der ersten Runde hatte der mit einer Wildcard ausgestattete Haas seinen Landsmann Michael Berrer 6:0, 6:2 besiegt.

Nun trifft Haas am Samstag auf den an Position drei gesetzten Marin Cilic. Der Kroate hatte zuvor gegen den Russen Michail Juschni 6:3, 6:7 (6:8), 6:3 gewonnen.

Ebenfalls im Halbfinale steht Philipp Kohlschreiber, Sieger von 2007. Die Nummer 34 der Weltrangliste bezwang den australischen Qualifikanten Marinko Matosevic 6:0, 7:6 (7:5). In der Vorschlussrunde trifft der 28-Jährige auf den Spanier Feliciano López, der sich gegen den Australier Bernard Tomic 6:4, 6:2 durchsetzte.

leh/dpa/sid

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Smart Soul 04.05.2012
Zitat von sysopAFPZum ersten Mal seit 2009 hat Thomas Haas ein Halbfinale auf der ATP-Tour erreicht. In München besiegte er Marcos Baghdatis glatt - und blieb damit auch im dritten Turnierspiel ohne Satzverlust. Dabei liegt der Zyprer in der Weltrangliste fast 100 Plätze vor Haas. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,831406,00.html
Lang ist's her. Bleibt ihm zu wünschen, dass er die Form halten und verletzungsfrei bleiben kann.
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Tennis

Schafft Thomas Haas die Rückkehr in die Top 20?


Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.