Tennisturnier in München: Haas schlägt sensationell Tsonga
Welch eine Überraschung! Tennisprofi Thomas Haas hat beim Turnier in München den Weltranglisten-Fünften Jo-Wilfried Tsonga besiegt. Und das in nur 59 Minuten. Der Deutsche selbst liegt im Ranking nur auf Platz 134. Es ist sein größter Erfolg nach seinem Comeback.
Hamburg - Wie in seinen besten Zeiten: Thomas Haas hat beim ATP-Turnier in München den Weltranglistenfünften Jo-Wilfried Tsonga besiegt. Im Achtelfinale gewann der 34-Jährige gegen den topgesetzten Franzosen souverän 6:1, 6:4. Für seinen Sieg brauchte Haas nur 59 Minuten.
Für Haas ist es erst der zweite Viertelfinaleinzug auf einem ATP-Turnier nach seiner Rückkehr im Mai vergangenen Jahres. Der Sprung in die Runde der besten Acht war ihm zuvor nur in Wien gelungen. Ansonsten hatte es für die ehemalige Nummer zwei der Welt vorwiegend Niederlagen gegeben. Haas war zuvor nach einer Hüftoperation über ein Jahr ausgefallen.
Sein letzter Sieg gegen einen Spieler aus den Top 5 der Weltrangliste war ihm im Juni 2009 gelungen: Damals gewann er im Viertelfinale von Wimbledon in vier Sätzen gegen den viertplatzierten Novak Djokovic.
Tsonga gewann erst nach 19 Minuten sein erstes Spiel zum zwischenzeitlichen 1:5 im ersten Satz - im Publikum reagierten da die ersten der rund 4000 Zuschauer mit höhnischem Applaus.
Haas lässt nicht eine Breakchance zu
Nach 21 Minuten hatte Haas den Auftaktdurchgang für sich entschieden, nach 30 Minuten fluchte der entnervte Franzose vor sich hin. Haas ließ sich wenig beeindrucken, machte kaum Fehler und gewann schließlich hochverdient. Im gesamten Spiel ließ er nicht einen Breakball zu und verwertete selbst drei seiner vier Chancen zum Aufschlagverlust des Gegners.
Im Viertelfinale trifft der Weltranglisten-134. nun auf Marcos Baghdatis. Der Zyprer hatte zuvor Qualifikant Dustin Brown 1:6, 6:4, 6:4 aus dem Turnier geworfen. Mit Matthias Bachingers, der 3:6, 2:6 gegen Marin Cilic verlor, ist noch ein weiterer Deutscher ausgeschieden. Neben Haas ist von den zunächst neun gestarteten Deutschen damit nur noch Philipp Kohlschreiber im Turnier. Der Sieger von 2007 bestreitet sein Auftaktmatch bei dem mit 450.000 Euro dotierten Turnier am Donnerstag gegen Ernests Gulbis (Lettland).
leh/dpa
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- Mittwoch, 02.05.2012 – 16:43 Uhr
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VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.
PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.
STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.
LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.
SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.
Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:
TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.
SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.
DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.
Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.
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