Tennis Ex-Profi Waske wird neuer Haas-Trainer

Auch Thomas Haas hat sich jetzt die Trainerdienste eines ehemaligen Profis gesichert. Alexander Waske wird sich ab sofort um das sportliche Heil des Tennisstars kümmern. Beide kennen sich noch aus gemeinsamen Daviscup-Tagen.

Ex-Profi Waske: Jetzt der neue Chefcoach von Thomas Haas
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Ex-Profi Waske: Jetzt der neue Chefcoach von Thomas Haas


Hamburg - Tennisspieler Thomas Haas hat Ex-Profi Alexander Waske als neuen Trainer verpflichtet. "Wir haben uns immer gut verstanden. Er weiß, wie ich ticke. Ich brauche einen, der das Positive am Leben sieht und mich gut motivieren kann", sagte der Weltranglisten-Zwölfte Haas: "Alex kann dich im Training und in den Matches extrem pushen und motivieren."

Der 38-jährige Waske, der im Oktober 2012 seine Karriere beendet hatte, tritt die Nachfolge von Ulf Fischer an. Haas und Waske, der in Offenbach die "Schüttler Waske Tennis-University" leitet, kennen sich aus gemeinsamen Daviscup-Zeiten. "Tommy und ich waren dort ein starkes Team, er vertraut mir. Nun planen wir, auch auf einer anderen Ebene sehr erfolgreich zu sein", sagte Waske.

Der 35-jährige Haas, der 2013 zwei Titel holte und erneut den Sprung in die Top 20 schaffte, will in dieser Saison mit Waske als Coach noch einmal voll angreifen. "Ich will eine Trophäe hochhalten. Die nächsten großen Ziele sind die Turniere in Indian Wells und Miami. In Miami stand ich letztes Jahr im Halbfinale. So ein schönes Gefühl möchte ich gerne wieder erleben", sagte der in Los Angeles lebende Routinier der "Bild"-Zeitung. Haas hofft trotz einer Schulterverletzung auf einen Einsatz im Davis Cup am kommenden Wochenende gegen Spanien in Frankfurt.

Sein Debüt im Daviscup hatte Waske 2004 ausgerechnet an der Seite von Haas gegeben, als Deutschland in der Euro-Afrika-Zone gegen Israel (5:0) antreten musste. An der Seite seines jetzigen Schützlings zeigte Waske im Doppel gegen die damalige Weltklasse-Paarung Jonathan Erlich und Andy Ram seine großen kämpferischen Qualitäten, die ihn fortan zu einem festen Bestandteil des Teams werden ließen.

Im Daviscup-Halbfinale 2007 in Moskau gegen Russland spielte Waske trotz einer schweren Ellbogenverletzung und musste deshalb anschließend mehr als vier Jahre pausieren.

Waske wird Haas bei allen Turnieren 2014 betreuen. Seine Akademie auf der Rosenhöhe, in der unter anderem Andrea Petkovic trainiert, wird in dieser Zeit von seinen Cheftrainern weitergeführt.

aha/sid



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smoothways 29.01.2014
1. Trainer
ich verstehe so langsam was einen guten Profitrainer ausmacht: es hat weniger damit zu tun, ob jemand selbst ein glaenzender Spieler ist. Wir muessen davon ausgehen, dass die Spieler ihr Handwerkzeug perfekt beherrschen. Es kommt also nicht darauf an, dem Spieler das spielen beizubringen. Es geht hoechstens in der Analyse um Feinschliff. Der Trainer muss das ausgepraegte Interesse fuer Analysen mitbringen, Motivationskuenstler sein, Psychologe insofern, dass er die richtigen Hinweise im richtigen Moment gibt. 100% hinter dem Spieler stehen. Und er muss eine Leidenschaft fuer den Sport mitbringen. Und dann ist da der Spieler, der dem Trainer vertrauen muss - ohne das geht es nicht. Ich habe das selbst auf Amateurniveau erfahren. Ein Freund von mir ist selbst exzellenter Basketballspieler und um ihn dahin zu bringen, dass er nicht nur 3 3er hintereinander im Training sondern 10 und mehr versenken kann, bin ich da ihn zu fordern und auch anzuspornen. Ich muss erfuehlen, wenn der Sportler ueber seine Grenzen hinausgeht und sich durch Training schadet...
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