Hamburg - "Im Moment spüre ich jede Stelle meines Körpers. Ich werde mich gleich einfach auf die Liege legen und dann darf mich mein Physio drei Stunden durchkneten", sagte Angelique Kerber nach ihrem Spiel gegen die Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka.
Die Deutsche hatte eine ihrer besten Leistungen überhaupt gezeigt - am Ende einer dramatischen Partie aber nach 3:06 Stunden 7:6 (13:11), 6:7 (2:7) und 4:6 verloren. Im zweiten Satz hatte Deutschlands Nummer eins sogar zwei Matchbälle.
Nun steht Kerber nach der zweiten Niederlage bei der Tennis-WM in Istanbul bereits vor dem Aus, den Einzug ins Halbfinale kann sie nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Selbst ein Sieg gegen die Chinesin Li Na am Donnerstag könnte für Kerber zu wenig sein. Nur wenn Asarenka gegen Serena Williams und dann am Freitag gegen Li Na verliert, hat sie bei einem eigenen Erfolg noch die Chance, mit nur einem Sieg die Vorschlussrunde zu erreichen. Kerber, Asarenka und Li Na hätten dann jeweils eine Bilanz von 1:2, entscheiden würde dann der Satz-Koeffizient.
"Ich habe so hart kämpfen müssen"
Doch so weit dachte Kerber nicht. "Davon habe ich keine Ahnung. Ich gehe morgen einfach wieder raus und versuche, mein Bestes zu geben", sagte sie. Trotz der Enttäuschung über den knapp verpassten Sieg war die 24-Jährige stolz auf ihre starke Vorstellung. "Ich denke, ich habe bewiesen, dass ich zurecht hier bin", sagte sie.
Asarenka war die Erleichterung nach dem knappen Sieg anzumerken. "Ich habe so hart kämpfen müssen. Es war heute sehr schwer gegen sie. Sie hat mich zu Fehlern gezwungen. Das war ein harter Turnierauftakt für mich", sagte die Weißrussin dem TV-Sender Eurosport.
Zu Beginn des zweiten Tages hatte Titelverteidigerin Petra Kvitova ihre weitere Teilnahme am Bosporus abgesagt. Die 22-Jährige hatte wegen einer Viruserkrankung passen müssen. Für sie rückte in der weißen Gruppe die Australierin Samantha Stosur nach.
Als erste Spielerinnen vorzeitig für das Halbfinale qualifiziert, haben sich die Russin Maria Scharapowa und die US-Amerikanerin Serena Williams. Scharapowa feierte beim 5:7, 7:5, 7:5, gegen Wimbledonfinalistin Agnieszka Radwanska in 3:11 Stunden ihren zweiten Sieg im zweiten Match und ist nicht mehr von einem der beiden ersten Plätze in der Weißen Gruppe zu verdrängen. Zuvor hatte Williams in der Roten Gruppe Li Na 7:6 (7:2), 6:3 besiegt und von der Niederlage Kerbers profitiert.
luk/dpa
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