Tennisstar Serena Williams "Holen wir uns diese 37 Cent zurück!"

Sie selbst hat in ihrer Karriere mehr als 80 Millionen Dollar allein durch Preisgelder verdient. Nun nutzt Serena Williams ihre Prominenz, um sich für eine gerechte Bezahlung schwarzer Frauen einzusetzen.

Serena Williams
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Tennisstar Serena Williams hat sich für die gleiche Bezahlung schwarzer Frauen stark gemacht. Anlass war der "Black Women's Equal Pay Day", der in diesem Jahr auf den 31. Juli fiel. Er markiert den Tag des Jahres, bis zu dem schwarze Frauen in den USA zusätzlich arbeiten müssten, um den Durchschnittsverdienst eines weißen Mannes im Vorjahr zu erreichen.

Schwarze Frauen lägen im Durchschnitt 37 Cent zurück, schrieb Williams in einem Gastbeitrag für das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin "Fortune". "In anderen Worten: Für jeden Dollar, den ein Mann bekommt, bekommen schwarze Frauen nur 63 Cent", so Williams. "Holen wir uns diese 37 Cent zurück!"

Sie sei sich ihrer privilegierten Stellung sehr bewusst: "Aber heute geht es nicht um mich. Es geht um die anderen 24 Millionen Frauen in Amerika. Hätte ich niemals einen Tennisschläger in die Hand genommen, wäre ich eine von ihnen", schrieb die 35-Jährige. "Der Kreislauf aus Armut, Diskriminierung und Sexismus ist viel, viel schwerer zu brechen als der Rekord an Grand-Slam-Titeln." Mit 23 Major-Turniererfolgen ist Serena Williams die erfolgreichste Spielerin der sogenannten Open Era, also seit der Zulassung von professionellen Tennisspielern im Jahr 1968. Aktuell pausiert sie wegen einer Schwangerschaft.

"Schwarze Frauen sind die Grundpfeiler unserer Gemeinden, sie sind phänomenal und sie verdienen gleiche Bezahlung", schrieb die 35-Jährige zudem unter einen Instagram-Post. Williams ermutigte schwarze Frauen, angstfrei und selbstbewusst ihre Ansprüche zu formulieren. Das Ziel zu erreichen, könne eine lange Zeit dauern, aber "wir sind es alle wert".

chh/dpa

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roenga 01.08.2017
1. Das alte Lied
Der Mythos von der 'gender pay gap'mal wieder, diesmal in der Variante 'schwarze Frauen verdienen weniger als weiße Männer', was fälschlicherweise suggerieren soll, dass 2 Arbeitnehmer mit den gleichen Voraussetzungen im gleichen Beruf unterschiedlich bezahlt werden, weil halt weißer Mann/schwarze Frau. Wieder einmal wird lediglich das statistische Durchschnittseinkommen aller schwarzer Frauen in den USA mit dem Durchschnittseinkommen aller weißen Männer verglichen. Dabei wird 'vergessen' zu berücksichtigen wer sich für welche Berufe (mit verschiedenen Gehaltsaussichten) entscheidet und wer wann welche work/life Balance Entscheidungen trifft, also Voll-oder Teilzeit arbeitet, Überstunden schiebt oder nicht, temporär aus dem Beruf aussteigt, generell frühzeitig aus dem Beruf aussteigt usw. Wenn man diese Faktoren berücksichtigt existiert die vielbeschworene Lohnlücke praktisch nicht mehr.
Bueckstueck 01.08.2017
2.
Zitat von roengaDer Mythos von der 'gender pay gap'mal wieder, diesmal in der Variante 'schwarze Frauen verdienen weniger als weiße Männer', was fälschlicherweise suggerieren soll, dass 2 Arbeitnehmer mit den gleichen Voraussetzungen im gleichen Beruf unterschiedlich bezahlt werden, weil halt weißer Mann/schwarze Frau. Wieder einmal wird lediglich das statistische Durchschnittseinkommen aller schwarzer Frauen in den USA mit dem Durchschnittseinkommen aller weißen Männer verglichen. Dabei wird 'vergessen' zu berücksichtigen wer sich für welche Berufe (mit verschiedenen Gehaltsaussichten) entscheidet und wer wann welche work/life Balance Entscheidungen trifft, also Voll-oder Teilzeit arbeitet, Überstunden schiebt oder nicht, temporär aus dem Beruf aussteigt, generell frühzeitig aus dem Beruf aussteigt usw. Wenn man diese Faktoren berücksichtigt existiert die vielbeschworene Lohnlücke praktisch nicht mehr.
Deine Schlussfolgerung wäre deinerseits erstmal zu beweisen. Ausserdem lässt du die fehlende Chancengleichheit von Frauen und eben insbesondere schwarzen Frauen ausser acht, deshalb fliegt deine vorangestellte Theorie ebenso aus dem Fenster, es sei denn du kannst sie mit Zahlen belegen. Es ist eine Tatsache, dass Frauen mit der gleiche Qualifikation im gleichen Job unter den gleichen Bedingungen weniger Gehalt bekommen. Und das ändert sich nicht wenn die Frau schwarz ist.
Sonnambulo 01.08.2017
3.
Zitat von roengaDer Mythos von der 'gender pay gap'mal wieder, diesmal in der Variante 'schwarze Frauen verdienen weniger als weiße Männer', was fälschlicherweise suggerieren soll, dass 2 Arbeitnehmer mit den gleichen Voraussetzungen im gleichen Beruf unterschiedlich bezahlt werden, weil halt weißer Mann/schwarze Frau. Wieder einmal wird lediglich das statistische Durchschnittseinkommen aller schwarzer Frauen in den USA mit dem Durchschnittseinkommen aller weißen Männer verglichen. Dabei wird 'vergessen' zu berücksichtigen wer sich für welche Berufe (mit verschiedenen Gehaltsaussichten) entscheidet und wer wann welche work/life Balance Entscheidungen trifft, also Voll-oder Teilzeit arbeitet, Überstunden schiebt oder nicht, temporär aus dem Beruf aussteigt, generell frühzeitig aus dem Beruf aussteigt usw. Wenn man diese Faktoren berücksichtigt existiert die vielbeschworene Lohnlücke praktisch nicht mehr.
Ich weiß nicht, wie oft Sie in die USA reisen. Ich bin öfter dort, habe kontate mit z.T. sehr gut ausgebildeten Afro-Amerikanern. Ich kann Ihnen versichern, dass das kein "Mythos" (wie sie es nannten) ist, sondern bittere Wahrheit. Auch eine Serena Williams wird es höhstwahrscheinlich besser beurteilen können, als Sie. Oder ich.
edovonborhardt 01.08.2017
4.
Zitat von BueckstueckDeine Schlussfolgerung wäre deinerseits erstmal zu beweisen. Ausserdem lässt du die fehlende Chancengleichheit von Frauen und eben insbesondere schwarzen Frauen ausser acht, deshalb fliegt deine vorangestellte Theorie ebenso aus dem Fenster, es sei denn du kannst sie mit Zahlen belegen. Es ist eine Tatsache, dass Frauen mit der gleiche Qualifikation im gleichen Job unter den gleichen Bedingungen weniger Gehalt bekommen. Und das ändert sich nicht wenn die Frau schwarz ist.
Der Mythos Gender Pay Gap ist bereits dutzendfach widerlegt worden, unter anderem sehr eindrücklich von Prof. Cristina Hoff Summers. Wer immer noch daran glaubt ist entweder zu faul/bequem/beschäftigt(?) sich darüber zu informieren, oder aber er informiert sich bewusst nicht weil es seine Ideologie/Weltbild ins wanken bringen könnte Zitat:Es ist eine Tatsache, dass Frauen mit der gleiche Qualifikation im gleichen Job unter den gleichen Bedingungen weniger Gehalt bekommen. Zitat Ende Nein, es ist keine Tatsache, im Gegenteil es ist falsch und im übrigen auch in der USA ungesetzlich. Wenn dem so wäre, könnte man vor Gericht dagegen klagen. Wenn alle Faktoren wie Arbeitszeit, Berufswahl, Qualifikation etc. herausgerechnet werden, verschwinden die Unterschiede im statistischen Rauschen.
butterbrot 01.08.2017
5. Marktwirtschaftlich gesehen...
... würde der proklamierte "Pay-Gap" theoretisch folgendes bedeuten: Die "schwarze Frau" koste pro Leistungseinheit dann ja angeblich weniger Lohn als der " weiße Mann". Ergo könnte in einem Unternehmen mittels Ersetzung der teureren "weißen Männer" durch die günstigeren "schwarzen Frauen" die Lohnstückkosten gesenkt werden. Frage an das Publikum: Warum hören wir nicht von Massenentlassungen weißer Männer und einer dramatisch zurückgehenden Arbeitslosigkeit schwarzer Frauen? Option A: Es handelt sich hier um eine perfide Verschwörung: Unternehmen sind aus purem Rassismus und Sexismus bereit, ihren Aktionären zusätzliche Kosten durch die Anstellung überbezahlter weißer Männer aufzubürden. Oder Option B: der "Pay-Gap" ist lediglich eine statistische Aussage und berücksichtigt vorrangig Faktoren wie Berufswahl, Wochenarbeitsstunden und geleistete Arbeitsjahre und wird von Frau Williams mutwillig oder fahrlässig misinterpretiert, um Publicity zu generieren. Er sagt schließlich rein gar nichts darüber aus, wie viel mehr oder weniger bestimmte Menschen gegenüber bestimmten anderen Menschen verdienen sollten.
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