Tennisturnier in Dubai: Görges im Finale ohne Chance

Tennisspielerin Julia Görges hat ihren dritten Turniersieg auf der WTA-Tour verpasst. Im Endspiel von Dubai stand die Deutsche gegen Agnieszka Radwanska auf verlorenem Posten. Dennoch gibt es Grund zu Freude: Die 23-Jährige erhält knapp 250.000 Dollar - und verbessert sich in der Weltrangliste.

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Tennisspielerin Görges: Im Endspiel gegen Radwanska ohne Satzgewinn

Hamburg - Fed-Cup-Spielerin hat das Endspiel beim Tennisturnier in Dubai verloren. Die 23-Jährige unterlag der Weltranglistensechsten Agnieszka Radwanska aus Polen klarer, als es das Ergebnis 5:7 und 4:6 aussagt. Damit verpasste die Deutsche ihren dritten Turniersieg auf der WTA-Tour.

"Jule hat eine tolle Woche gespielt. Auch im Finale hat sie sich teuer verkauft", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner. "Wenn man bedenkt, dass sie schon in den Spielen zuvor dreimal extrem lange auf dem Platz stand, kann man nur den Hut ziehen. Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht", so Rittner.

Gegenüber ihrem ersten Aufeinandertreffen mit der ein Jahr jüngeren Polin Radwanska zeigte sich Görges aber mit deutlich verbesserter Leistung. Im Achtelfinale der Australian Open war sie beim 1:6 und 1:6 noch komplett chancenlos gewesen - und wurde anschließend scharf von Rittner kritisiert. Nach einem missglückten Start drohte in Dubai ein ähnlicher Verlauf. Görges verlor gleich ihr erstes Aufschlagspiel zum 0:1. Doch diesmal blieb sie dran und schaffte das Rebreak zum 4:4.

Ein erneuter Aufschlagverlust zum 5:6 ebnete Radwanska den Weg zum Gewinn des ersten Satzes. Die Vorentscheidung im zweiten Durchgang fiel durch Breaks der Polin zum 2:1 und 4:1. Görges nahm ihrer Gegnerin zwar noch einmal den Aufschlag zum 2:4 ab und hatte beim Stand von 4:5 sogar noch einen Breakball. Doch nach 1:45 Stunden verwandelte die 22-Jährige den zweiten Matchball nach zwei leichten Fehlern von Görges.

Radwanska vergab ein schnelleres Ende der Partie, indem sie nur vier ihrer elf Breakchancen nutzte. Görges hingegen verwertete zwei von fünf Möglichkeiten. Die Deutsche verbessert sich trotz ihrer Finalniederlage in der Weltrangliste um drei Positionen und wird ab Montag auf Rang 16 geführt. Zudem erhält sie 242.815 Dollar Preisgeld. Radwanska, die sich auf Platz fünf verbessert, bekommt 446.778 Dollar.

leh/sid

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1. Herzlichen Glückwunsch
hollo43 26.02.2012
Zitat von sysopTennisspielerin Julia Görges hat ihren dritten Turniersieg auf der WTA-Tour verpasst. Im Endspiel von Dubai stand die Deutsche gegen Agnieszka Radwanska auf verlorenem Posten. Dennoch gibt es Grund zu Freude: Die 23-Jährige erhält knapp 250.000 Dollar - und verbessert sich in der Weltrangliste. Tennisturnier in Dubai: Görges im Finale ohne Chance - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,817564,00.html)
Julia Görges hat leider bei wichtigen gut herausgespielten Möglichkeiten den verdienten Abschluss die Linie entlang oder kurz kross verpatzt. Sie hatte wohl tatsächlich nicht mehr die Kondition etwas tiefer zu gehen, für eine Extraportion Topspin. Laut Kommentator hat sie sich zeitweise mit dem Coach etwas auseinandergesetzt. Würde mich interessieren, um was es da ging. Eine andere Frage: ist es eigentlich in anderen nationalen Tennisteams auch üblich, dass die Spielerinnen mit Kosenamen benannt werden (Jule)? Vielleicht bin ich etwas zu sensibel, aber im Umfeld eines Kampfsports (im weiteren Sinne, siehe Zitat Boris Becker hier Soll man im Match immer lächeln? « Tennisfragen (http://tennisfragen.de/soll-man-im-match-immer-lacheln/)) sollte man die jungen Erwachsenen vielleicht auch als solche ansprechen. Wer weiß dazu mehr?
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Tennis: Die Spielstile
Grundlinienspiel: Der Spieler verzichtet auf das Aufrücken ans Netz und schlägt, in der Regel mit Topspin, von der Grundlinie. Durch präzise und harte Schläge auf die vom Gegner entfernte Seite oder gegen die Laufrichtung des Konkurrenten soll ein Vorteil erzielt werden. Diese Ausdauer erfordernde Art wird vor allem von Spielern wie Rafael Nadal beherrscht und ist auf Sandplätzen am effektivsten.

Inside-Out-Spiel: Der Spieler vermeidet dabei, ebenfalls beim Spiel von der Grundlinie, entweder seine Vor- oder Rückhand und spielt nur mit einer Schlagseite. Beispielsweise wird dabei der Ball auf der Rückhandseite "umlaufen" und dann mit der Vorhand cross über den Platz gespielt. Dadurch bewegt sich der Spieler oft weit nach außen und ist anschließend anfällig für einen Schlag auf die andere Seite.

Serve-and-Volley: Der Spieler rückt nach seinem Aufschlag (Serve) direkt ans Netz vor und versucht den Ballwechsel mit einem Volleyschlag abzuschließen. Grundlage für diese Variante ist ein harter oder sehr präziser Aufschlag, damit der Gegner nur schlecht returnieren kann. Spieler wie Boris Becker, Stefan Edberg und Goran Ivanisevic agierten so vor allem auf schnellen Rasenplätzen.

Chip-and-Charge: Der Returnspieler spielt direkt einen Angriffsball und rückt ans Netz vor, wo er den Ballwechsel mit einem Volley beenden will. Auch diese Variante wird vorwiegend auf den schnellen Belägen eingesetzt und meist gegen den zweiten Aufschlag des Gegners verwendet.

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