French Open: Görges und Haas erreichen zweite Runde

Ohne Satzverlust ist Julia Görges bei den French Open in die zweite Runde eingezogen. Dort stehen auch Thomas Haas, Florian Mayer und der Spanier Rafael Nadal. Die Russin Maria Sharapowa verlor bei ihrem Sieg kein Spiel - verpasste aber dennoch den Rekord für den schnellsten Erfolg in Paris.

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Tennisspielerin Görges: In der zweiten Runde der French Open

Hamburg - Tennisprofi Thomas Haas steht bei den French Open in der zweiten Runde. Der 34-Jährige beendete am Dienstag sein Auftaktmatch gegen den Italiener Filippo Volandri 6:3, 0:6, 6:4, 6:4. Das Spiel war am Vorabend wegen Dunkelheit im vierten Satz bei einer 4:2-Führung für den Deutschen abgebrochen worden. Der Weltranglisten-112. hatte sich über die Qualifikation ins Hauptfeld des Grand-Slam-Turniers gekämpft. In der nächsten Runde des wichtigsten Sandplatz-Turniers der Welt trifft Haas auf Sergej Stachowski.

Souverän in die zweite Runde eingezogen ist auch Florian Mayer. Der 28-Jährige setzte sich gegen den Spanier Daniel Gimeno-Traver 6:4, 6:2, 6:3 durch und erwartet nun Eduardo Schwank aus Argentinien. "Ich bin sehr zufrieden, weil es schnell ging und ich Kraft sparen konnte", sagte Mayer, den noch immer eine leichte Erkältung plagt. Ausgeschieden ist hingegen Mischa Zverev, der dem Franzosen Julien Benneteau 2:6, 7:6 (7:3), 4:6, 4:6 unterlag. Zverev hat damit seit Wimbledon 2009 keine zweite Runde mehr bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht.

Unterdessen hat Rafael Nadal hat die erste Hürde auf dem Weg zum siebten Titelgewinn bei den French Open in Paris problemlos genommen. Der 25-jährige Spanier ließ dem Italiener Simone Bolelli beim 6:2, 6:2, 6:1 keine Chance und feierte damit den 150. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier in seiner Karriere. Nadal ist auf dem Weg, sich in Paris zum alleinigen Rekordhalter zu krönen und damit den Schweden Björn Borg, der ebenfalls sechs Titel gewann, hinter sich zu lassen.

Scharapowa und Kvitová mit souveränen Siegen

Als dritte deutsche Frau hat zudem Julia Görges ihre erste Partie in Paris gewonnen. Gegen die Tschechin Lucie Hradecka setzte sich die Fed-Cup-Spielerin 7:6 (7:1), 6:4 durch. Nun trifft die an Nummer 25 gesetzte Görges auf die britische Qualifikantin Heather Watson. In Runde drei könnte es die 23-Jährige mit Serena Williams zu tun bekommen. Von den fünf gestarteten deutschen Damen hatten zuvor Angelique Kerber und Qualifikantin Dinah Pfizenmaier ebenfalls den Sprung in Runde zwei geschafft. Mona Barthel und Sabine Lisicki sind bereits zum Auftakt ausgeschieden.

Mitfavoritin Maria Scharapowa ist unterdessen im Eiltempo in die zweite Runde eingezogen. Die Nummer zwei der Tennis-Weltrangliste besiegte Alexandra Cadantu aus Rumänien in nur 48 Minuten 6:0, 6:0. Die 25-jährige Russin machte 51 der 69 gespielten Punkte. Allerdings war Scharapowa immer noch 16 Minuten langsamer als Steffi Graf, die für das 6:0, 6:0 im French-Open-Finale 1988 gegen Natascha Zwerewa gerade mal 32 Minuten gebraucht hatte. Auch Wimbledon-Siegerin Petra Kvitová, die Ashleigh Barty aus Australien 6:1, 6:2 schlug, hat ihre Auftaktpartie problemlos gewonnen.

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Tennisprofi Federer: Das Jahr der Wachablösung

Die Sieger der French Open seit 2000
Jahr Männer Frauen
2014 Rafael Nadal Maria Scharapowa
2013 Rafael Nadal Serena Williams
2012 Rafael Nadal Maria Scharapowa
2011 Rafael Nadal Li Na
2010 Rafael Nadal Francesca Schiavone
2009 Roger Federer Swetlana Kusnezowa
2008 Rafael Nadal Ana Ivanovic
2007 Rafael Nadal Justine Henin
2006 Rafael Nadal Justine Henin
2005 Rafael Nadal Justine Henin
2004 Gastón Gaudio Anastassija Myskina
2003 Juan Carlos Ferrero Justine Henin
2002 Alberto Costa Serena Williams
2001 Gustavo Kuerten Jennifer Capriati
2000 Gustavo Kuerten Mary Pierce
Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.