Hamburg - Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hatte Kontakt mit dem französischen Rückraumspieler Nikola Karabatic. "Er ist uns von seinem Berater angeboten worden. Eine definitive Absage hat er von uns nicht bekommen", sagte THW-Geschäftsführer Klaus Elwardt. Der Kieler Manager kann sich eine Rückkehr des früheren Welthandballers, derzeit bei Montpellier HB unter Vertrag, vorstellen. "Man soll niemals nie sagen. Einen Karabatic will jeder haben", sagte Elwardt. Eine baldige Vertragsunterzeichnung schloss er allerdings aus.
Karabatic, der zuletzt wegen des Verdachts auf Spielmanipulation in die Schlagzeilen geraten war, hat sich bislang nicht konkret zu seiner Zukunft geäußert. Sein Abschied aus Montpellier gilt jedoch als sicher, einige seiner Teamkollegen haben sich wegen des Betrugsskandals öffentlich von ihm distanziert . "Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht für mich. Das ist zurzeit auch kein Thema, jetzt zählt die WM", sagt Karabatic.
Der zweimalige Olympiasieger, aktuell für Frankreich bei der Weltmeisterschaft in Spanien im Einsatz, hat bereits zwischen 2005 und 2009 für Kiel gespielt. In 197 Spielen warf er knapp 1200 Tore für den THW und gewann mit dem Club vier Deutsche Meisterschaften, dreimal den Pokal und die Champions League.
Bei der WM könnte Karabatic mit seinem Team Geschichte schreiben und als erste Mannschaft überhaupt zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden. Letzter Vorrundengegner der bisher ungeschlagenen Franzosen (8:0-Punkte) ist am Freitag (18.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) Deutschland. Beide Teams kämpfen um den Gruppensieg. "Das wird ein Endspiel in der Gruppe. Deutschland ist für uns der erste große Gegner in diesem Turnier, danach werden wir sehen, wo wir stehen", sagte Karabatic.
psk/sid
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