Nach Kreuzbandriss Für THW-Kapitän Toft Hansen ist die Saison vorbei

Bittere Diagnose für THW-Kapitän René Toft Hansen: Der Däne hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Dem Rekordmeister aus Kiel wird er damit für den Rest der Spielzeit fehlen.

THW-Kapitän Toft Hansen: Kein Jubel in dieser Saison mehr
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THW-Kapitän Toft Hansen: Kein Jubel in dieser Saison mehr


Für Mannschaftskapitän René Toft Hansen vom deutschen Handball-Rekordmeister THW Kiel ist die Saison vorzeitig beendet. Der Abwehrchef hat sich beim 31:28-Sieg des Bundesliga-Zweiten beim Bergischen HC im rechten Knie das Kreuzband sowie das Innenband gerissen. Diese Diagnose veröffentlichten die Schleswig-Holsteiner am Montag.

Der Däne war in der Auswärtspartie unglücklich mit BHC-Kreisläufer Maximilian Weiß zusammengeprallt. Bei einem guten Heilungsverlauf wird mit einer mindestens achtmonatigen Pause gerechnet. Toft Hansen ist nach Dominik Klein und Patrick Wiencek bereits der dritte THW-Profi, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Angesichts dieser erneuten schweren Blessur sprachen sich sowohl THW-Trainer Alfred Gislason als auch Geschäftsführer Thorsten Storm dafür aus, in der Bundesliga die Spielkader von 15 auf 16 Akteure zu erhöhen. "Die Belastung für alle Spieler ist riesengroß. Was hier auf dem Rücken der Sportler geschieht, ist Wahnsinn", sagte Storm.

aha/sid



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sam07 28.12.2015
1. cui bono?
Seitdem der Sport vom ursprünglich spielerischen Wettbewerb (Olympische Spiele, Fußballspiel etc.) zum profit- und quotengeilen Geschäft geworden ist, ist das Individuum, also der Sportler, nur noch Mittel zum Zweck. Es gibt kaum noch die Erwähnung eines Profisportlers, ohne gleichzeitig seine Ablöse- oder Gehaltssumme zu nennen. Er wird nicht mehr nach sportlicher Leistung bemessen, sondern nach Geldwert. Geld versaut bekanntlich den Charakter. Und weil wir, das Publikum, immer mehr, immer Spektakuläreres wollen, die Verbände, Vereine, Veranstalter und TV-Sender Kasse machen, müssen die Sportler dran glauben. Wenn René Toft Hansen und andere 60 und mehr knallharte Wettkämpfe im Jahr bestreiten, dann ist der Körper an der Grenze, und das Verletzungsrisiko steigt sprunghaft. So lange es dafür satte Gewinne gibt (für den Handballer weniger), so lange wird dieser Wahnsinn nicht aufhören.
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