Tennis: Haas besiegt peinlichen Mayer

Thomas Haas kann weiter von seinem ersten Titel am Hamburger Rothenbaum träumen. Der 34-Jährige setzte sich im Viertelfinale des ATP-Turniers gegen seinen Landsmann Florian Mayer durch. Ausgeschieden ist dagegen Philipp Kohlschreiber.

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Tennisprofi Haas: Sieger im deutschen Duell

Hamburg - Thomas Haas hat am Hamburger Rothenbaum erstmals nach 15 Jahren wieder das Halbfinale erreicht. Der 34-Jährige setzte sich im deutschen Duell mit Florian Mayer nach 1:11 Stunden 6:1, 6:4 durch. In der Runde der letzten vier trifft er nun auf Marin Cilic aus Kroatien. "Es macht mich schon stolz, dass ich hier nach 1997 wieder im Halbfinale stehe", sagte Haas.

Haas will nun Michael Stich folgen, der 1993 als bislang letzter deutscher Tennisprofi am Hamburger Rothenbaum gewonnen hatte. "Das ist das ganz große Ziel, keine Frage", sagte der Weltranglisten-49. Durch seinen Halbfinaleinzug wird sich Haas im Ranking allerdings um gut zehn Plätze verbessern. Mayer dürfte nach dem Aus ungefähr auf Position 23 bleiben.

Haas, der nach zahlreichen Verletzungen zuletzt das Rasenturnier in Halle gewonnen hatte, bestimmte gegen Mayer von Beginn an die Partie und sicherte sich im vierten Duell mit Mayer seinen vierten Sieg. "Das war eine peinliche Vorstellung und einfach nur unterirdisch. Das kotzt mich an", sagte Mayer, "irgendwann war es mir dann egal."

Barthel erreicht Halbfinale in Schweden

Wie Mayer ist auch Philipp Kohlschreiber in Hamburg im Viertelfinale gescheitert. Der 28-Jährige verlor gegen den an Nummer eins gesetzten Spanier Nicolás Almagro 5:7, 5:7. "Er hat sehr gut gespielt, und ich musste viel kämpfen", sagte Kohlschreiber, "ich hatte meine Chancen, aber er hat in den entscheidenden Phasen die besseren Entscheidungen getroffen." Almagro trifft am Samstag im Halbfinale auf den Argentinier Juan Mónaco, der 6:3, 7:5 gegen den Franzosen Jérémy Chardy gewann.

Unterdessen hat Mona Barthel beim Sandplatz-Turnier im schwedischen Bastad das Halbfinale erreicht. Die 22-Jährige besiegte die Einheimische Sofia Arvidsson 6:3, 6:4. Im Halbfinale spielt Barthel nun gegen Polona Hercog. Die Slowenin hatte im Achtelfinale die an zwei gesetzte Julia Görges rausgeworfen. Für Barthel hingegen kommt der Erfolg überraschend, war sie doch bei den vergangenen fünf Turnieren jeweils in der ersten Runde gescheitert.

rei/leh/sid/dpa

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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.