Tour de France 2012 Weniger Berge, Start in Lüttich

Der Streckenplan für die Tour de France 2012 steht: Bei der 99. Auflage des wichtigsten Radrennens der Welt werden die Radprofis weniger klettern müssen, dafür sind Zeitfahrerqualitäten gefragt. Davon besonders profitieren könnte ein deutscher Fahrer.

Tour-Titelverteidiger Evans (r.): Weniger Bergetappen 2012
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Tour-Titelverteidiger Evans (r.): Weniger Bergetappen 2012


Hamburg - Die Tour de France hat 2012 nur drei Bergankünfte, dafür aber einen Prolog und zwei lange Einzelzeitfahren im Programm und scheint damit maßgeschneidert für Radprofis wie Alberto Contador oder Tony Martin. Nach dem Start in Lüttich wird das wichtigste Radrennen der Welt vom 30. Juni bis 22. Juli über insgesamt 3479 Kilometer nach Paris führen, wie die Veranstalter am Dienstag in Paris mitteilten. Teil der Route - die in der Vorwoche durch eine technische Panne für wenige Minuten auf der offiziellen Homepage stand - ist auch ein Abstecher in die Schweiz.

Die 99. Ausgabe der Tour de France hat es dabei in sich. Vor allem die Anstiege wie auf den Col du Grand Colombier und den Mur de Peguere, der mit zeitweise 18 Prozent Steigung ein Novoum in der Tour-Geschichte ist, sollen das Peloton auf dem Weg nach Paris vor neue Herausforderungen stellen. "Das sollte es sehr spannend machen", sagte Tour-Direktor Christian Prudhomme. "Die Fahrer, die schon weit vor dem Ziel angreifen wollen, werden das auch können."

Der Verlauf der Tour 2012 wird vor allem Alberto Contador entgegenkommen. Der dreimalige Gewinner des Gelben Trikots gilt als starker Zeitfahrer und gehört auch in den Bergen zu den Besten. Ob der unter Dopingverdacht stehende Spanier aber überhaupt an den Start gehen kann, hängt von der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas im November ab.

Aber auch Tony Martin könnte zum großen Profiteur werden. Der Zeitfahr-Weltmeister aus Cottbus hat die Möglichkeit, gleich zu Beginn zum ersten Mal in seiner Karriere ins "Maillot Jaune" zu schlüpfen. Dann steht ein 6,1 Kilometer langer Kampf gegen die Uhr in Lüttich auf dem Programm. Sollte ihm dies gelingen, könnte er die komplette erste Woche im Gelben Trikot verbringen, bevor es in die Alpen geht.

mib/dpa/sid



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