Hamburg - Es soll das ganz große Spektakel werden: Für die 100. Ausgabe im kommenden Jahr präsentierten die Organisatoren der Tour de France einen anspruchsvollen Kurs. Die Tour vom 29. Juni bis 21. Juli 2013 startet zum ersten Mal auf Korsika. Dabei findet im Gegensatz zur Tour 2012 kein Prolog, sondern eine 200 Kilometer lange Flachetappe von Porto-Vecchio nach Bastia statt. Zudem müssen die Fahrer zweimal an einem Tag den legendären Anstieg L'Alpe d'Huez mit seinen 21 Serpentinen nehmen.
Am französischen Nationalfeiertag (14. Juli) geht es hinauf zum Mont Ventoux, den Abschluss bildet nach 3360 Kilometern ein Flutlicht-Finale auf dem Champs Élysées. In Nizza findet zudem nach den ersten drei Etappen auf Korsika ein Mannschaftszeitfahren statt, ehe in den Pyrenäen zwei Bergetappen auf dem Programm stehen. Auf der Atlantikinsel Mont Saint Michel (11. Etappe) endet ein Einzelzeitfahren.
Der sehr bergige Kurs dürfte Kletterern wie Alberto Contador oder Christopher Froome entgegenkommen. Doch auch Titelverteidiger Bradley Wiggins gehört wieder zu den Favoriten. "Die Tour-Entscheidung wird in der letzten Woche in den Alpen fallen. Wir müssen uns im Team jetzt zusammensetzen und unsere kommende Strategie besprechen", sagte der diesjährige Tour-Zweite Froome.
Unterdessen war bei der Präsentation des Etappenplans auch der Dopingfall Lance Armstrong wieder ein Thema. Tour-Chef Christian Prudhomme hielt eine Rede gegen Doping. Die Teammanager und Ärzte hätten "die Schlüssel gegen Doping in der Hand - sie müssen der Schutzwall sein", sagte er. Dem US-Amerikaner waren am Montag vom Weltverband UCI seine sieben Tour-Siege zwischen 1999 und 2005 aberkannt worden.
In der ersten Reihe im Palais des Congrès saß auch der umstrittene UCI-Chef Pat McQuaid, der am Freitag entscheiden will, ob es für die aberkannten sieben Armstrong-Siege Nachrücker im Tour-Klassement geben wird. Die Tour-Organisatoren sind dagegen - auch weil es schwer werden dürfte, unter den Erstplatzierten Profis zu finden, die dopingunverdächtig sind.
leh/dpa
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