Radsport Tour de France 2017 startet in Düsseldorf

Zum vierten Mal in der Geschichte startet die Tour de France in Deutschland. 2017 werden sowohl das Auftakt-Zeitfahren als auch die erste Etappe in Düsseldorf gefahren.

Tour de France: Die Rundfahrt kommt wieder nach Deutschland
AFP

Tour de France: Die Rundfahrt kommt wieder nach Deutschland


Die Tour de France wird 2017 in Düsseldorf gestartet. Dies gab der Veranstalter ASO bekannt. Damit findet der "Grand Départ" zum vierten Mal in Deutschland statt, zuvor war der Auftakt des bedeutendsten Radrennens der Welt 1965 in Köln, 1980 in Frankfurt am Main und 1987 in West-Berlin über die Bühne gegangen.

Der Rat der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf hatte Anfang November wegen der zu erwartenden hohen Kosten knapp mit 40:39 Stimmen entschieden, sich für den Start der Frankreich-Rundfahrt zu bewerben. Düsseldorfs Bürgermeister Thomas Geisel (SPD) hatte sich mit Tour-Direktor Christian Prudhomme während der vergangenen Frankreich-Rundfahrt getroffen.

Laut einer Studie soll das Startwochenende, bestehend aus der Teampräsentation, dem Auftakt-Zeitfahren und dem Start zur ersten Etappe die Stadt rund 6,2 Millionen Euro an Zuschüssen kosten. Der einzige Gegenkandidat London war zuvor aus finanziellen Gründen abgesprungen.

Aus sportlicher Sicht stehen die Chancen gut, dass der Träger des ersten Gelben Trikots der "Großen Schleife" ein Deutscher sein wird. "Für mich als Sportler ist das ein Sechser im Lotto. Der Tour-Start seit längerer Zeit mal wieder in Deutschland, und dann auch noch mit einem Zeitfahren, was meine Paradedisziplin ist - besser geht's eigentlich nicht", sagte Tony Martin dem ARD-Hörfunk.

krä/sid/dpa



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insgesamt 15 Beiträge
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hoschi009 22.12.2015
1. 20% ??
Wieder einmal typisch. Erst vor Weihnachten noch mal eben raus hauen das in der Verwaltung 20% an Mitarbeitern bis 2020 eingespart werden sollen aber dann Millionen die man eigentlich nicht hat für diese Dopingveranstaltung raus werfen. Danke Herr Oberbürgermeister. Immerhin knüpfen Sie was das Geld verschwenden angeht da an wo ihr Vorgänger aufgehört hat.
hga 22.12.2015
2. Dopingförderung?
Ich kann die finanzielle Situation von Düsseldorf nicht beurteilen, weiß auch nicht, inwieweit Fans/Besucher etc. das Geld, das letzten Endes ja auch die Steuerzahler tragen müssen, wieder reinkommt. Aber eine Doping verseuchte Sportart dermaßen zu hofieren - also nein! Düsseldorfer, lasst euch nicht alles gefallen.
psypunk 22.12.2015
3. Finde ich gut...
...als Düsseldorfer, ist zwar Kommerz pur und ein Schaulaufen für die Pharmaindustrie, aber immerhin!
bodoso.hps 22.12.2015
4. Doping?
Der am härtesten überwachten Sportart wird Doping unterstellt.Die Fahrer werden rund um die Uhr überwacht und getestet.Da hats doch der Fußballer besser den dort wird lediglich bei Großereignissen getestet.Über die Leichtatletik oder das Gewichtheben will ich lieber schweigen.
berlinparis 22.12.2015
5.
Jedes Bundesligawochenende kostet die öffentliche Hand auch Unsummen von Geld. Gedopt wird im Fußball ebenfalls - und bei einem Tour de France Auftakt gibt es weit und breit keine Hooligans, sondern Volksfeststimmung mit internationalem Flair.
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