Tour de France Weltmeister Sagan disqualifiziert

Weltmeister Peter Sagan ist wegen seines Ellbogenchecks gegen Mark Cavendish von der Tour de France ausgeschlossen worden. Das teilte die Rennjury nach dem Ende der vierten Etappe mit.

Peter Sagan
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Doppel-Weltmeister Peter Sagan ist wegen seines Ellbogenchecks gegen den Briten Mark Cavendish von der Tour de France ausgeschlossen worden. "Wir haben entschieden, Peter Sagan zu disqualifizieren. Er hat im Sprint die anderen Fahrer ernsthaft gefährdet", teilte die Rennjury mit. Der Slowake hatte Cavendish beim Sprint-Finale auf der vierten Etappe in Vittel in das Absperrgitter abgedrängt. Der Brite wurde mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht.

Die Jury hatte Sagan zunächst mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden in der Gesamtwertung belegt, später aber ihr Urteil drastisch verschärft. Zuvor hatte auch Cavendishs Sportdirektor Rolf Aldag den Ausschluss gefordert: "Das muss Konsequenzen haben. Er ist Weltmeister und eine Art Vorbild. Der Weltverband muss reagieren. Es ist hart einen Weltmeister zu disqualifizieren, aber das sollte gemacht werden."

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Tour de France: Massensturz kurz vor dem Ziel

Cavendish wurde unterdessen bandagiert mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht, auch sein rechter Zeigefinger musste genäht werden. Etwas glimpflicher kam John Degenkolb davon. Der Deutsche war ebenfalls in den Crash involviert und erlitt Verletzungen an der rechten Schulter.

"Es geht mir den Umständen entsprechend. Ich bin schlimm gestürzt. Ich habe nur noch gesehen, wie Cav am Boden lag und wollte noch drüber springen. Fast hätte es geklappt", sagte Degenkolb, der nach der Etappe sicherheitshalber zum Röntgen fuhr. Anschließend gab Degenkolb Entwarnung. "Es ist zum Glück nichts gebrochen", sagte er der "Sportschau". "Aber es werden harte Tage."

mru/sid/dpa



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dig 04.07.2017
1. Schade!
Schade, jetzt ist Doping "vom Tisch". Jetzt kommen dafür die Ergebnisse - ähnlich wie in der Formel 1 - vom "grünen Tisch".
linksklick 04.07.2017
2. Bravo
Die einzig richtige Entscheidung für dieses Verhalten von Peter Sagan. Bei diesen Geschwindigkeiten im Zielsprint derartig rücksichtslos vorzugehen, damit schwere Verletzungen anderer Sportler zu riskieren und das wie es aussieht mit Vorsatz, kann nicht geduldet werden.
mainstreet 04.07.2017
3. Gut so..
Das ist endlich mal gut so das solche Typen vom Sport ausgeschlossen sind und das wäre auch bei anderen Sportarten mal ein Ausrufezeichen. Sport ist immer ein Gemeinschaftgefühl das man als Sportler in keiner Situation aus den Augen lassen sollte. Die Fairness unter den Sportlern ist das Größte auch wenn man gewinnt. Es geht beim Sport nie um das Gewinnen alleine auch wenn es womöglich Trainer gibt die sagen das der Zweck des Gewinnens alle Mittel heiligt. Dem ist nicht so denn sportliche Fairness rangiert an erster Stelle!
M. Vikings 04.07.2017
4. Sagans Aussschluss ist angemessen und konsequent.
Das hat er Gestern schon beim Zwischensprint gemacht. Man muss die anderen Fahrer vor solchen Leuten schützen. Sollte er lernfähig sein, hat er sicher noch eine große Karriere vor sich.
J.Corey 04.07.2017
5. Schade, aber absolut gerechtfertigt
Dumm wie Sagan sich hier selbst aus dem Rennen ausgeschlossen hat, aber die Entscheidung ist absolut gerechtfertigt und die zeigt auch, das auch die großen Namen keine Nachsicht in solchen Dingen zu erwarten haben. Den Verletzen rasche und gute Besserung!
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