Hamburg - Fabian Cancellara hat den Prolog der 99. Tour de France gewonnen. Der Schweizer Olympiasieger war auf den 6,4 Kilometern durchs belgische Lüttich mit 7:13 Minuten der schnellste der 198 Fahrer. Zweiter wurde der Brite Bradley Wiggins, er war sieben Sekunden langsamer als Cancellara.
Für den deutschen Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin startete das härteste Radrennen der Welt jedoch alles andere als zufriedenstellend. Der 27-Jährige musste auf der Hälfte der Strecke sein Rad wegen eines Defekts austauschen. Am Ende hatte er 23 Sekunden Rückstand auf den Etappensieger.
Zunächst hatte es für den Fahrer vom Team Omega Pharma-Quickstep gut ausgesehen, bei der Zwischenzeit lag er nur eine Sekunde hinter Cancellara und sechs Sekunden vor Wiggins. "Ich bin sehr enttäuscht", sagte Martin. "Ich habe so lange auf diese Gelegenheit gewartet. Jetzt ist der Traum von Gelb vorbei." Schon seit Monaten hatte er den Prolog, die beiden folgenden langen Zeitfahren und das Olympische Rennen in London als seine Ziele für 2012 ausgegeben.
Bis kurz vor Schluss führte der Franzose Sylvain Chavanel das Zeitfahren an. Er wurde erst von Wiggins und dann von Cancellara überholt. Der hatte den Tour-Prolog bereits 2004 an gleicher Stelle gewonnen. Bester Deutscher war Patrick Gretsch vom Team Argos-Shimano als Siebter. Er hatte zwölf Sekunden Rückstand auf Cancellara. Routinier Jens Voigt wurde mit 19 Sekunden Rückstand 18. und lag damit einen Platz vor seinem zeitgleichen Teamkollegen Andreas Klöden.
Die nächste Etappe führt am Sonntag über 198 Kilometer von Lüttich ins belgische Seraing.
psk
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