Tour de France Chris Froome feiert dritten Gesamtsieg

Chris Froome ist Sieger der diesjährigen Tour de France. Damit gelang ihm der dritte Gesamtsieg bei der wichtigsten Radrundfahrt der Welt. Den Schlusssprint gewann zum viertel Mal in Folge ein Deutscher.

DPA

Der Brite Christopher Froome hat zum dritten Mal in seiner Karriere die Tour de France gewonnen. Das Gelbe Trikot des 31 Jahre alten Radprofis wurde auf der 21. und letzten Etappe traditionell nicht mehr angegriffen. Nach über 3500 Kilometern in den vergangenen drei Wochen feierte Froome seinen Triumph. Bereits 2013 und 2015 hatte er das wichtigste Radrennen der Welt für sich entschieden.

Den prestigeträchtigen Etappentriumph zum Abschluss der 103. Frankreich-Rundfahrt holte sich nach 113 Kilometern der Deutsche André Greipel. Auf der Avenue des Champs Élysées gewann der 34-Jährige im Massensprint und sorgte für den vierten deutschen Sieg in Folge auf dem Pariser Boulevard. Für Greipel war es der elfte Tour-Etappensieg seiner Karriere. Insgesamt stehen nun für Greipel 21 Etappensiege bei großen Rundfahrten zu Buche. Damit überholte er Erik Zabel, der 20 Tageserfolge vorzuweisen hat.

Tony Martin (Etixx-Quick Step) musste hingegen kurz vor dem Ziel aufgeben. Der 31-Jährige klagte während der letzten Etappe über Knieschmerzen. "Ich hatte gestern schon Schmerzen, bin aber noch irgendwie ins Ziel gekommen", sagte Martin in der ARD. Er habe es am Sonntag unbedingt probieren wollen, aber schon nach wenigen Kilometern gemerkt, dass das Knie nicht mitspielt: "Es ist absolut ärgerlich, aber gegen Knieschmerzen anzufahren, hat absolut keinen Sinn." Nach ARD-Informationen soll es eine Vorsichtsmaßnahme mit Blick auf die am 5. August beginnenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro sein. Pech hatte Marcel Kittel mit einem Raddefekt etwa 35 Kilometer vor dem Ziel.

Die 104. Auflage der Tour de France wird im nächsten Jahr am 1. Juli 2017 in Düsseldorf gestartet.

lst/sid



insgesamt 31 Beiträge
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Alfred Ahrens 24.07.2016
1. Ganz tolle Leistung und all das ohne Doping ! Geht doch !
Nun werden die Neider und weniger Trainingsfleissigen wieder mit ihren Dopingstories kommen, aber gedopt wird im Radsport schon ewig nicht mehr!
Hafturlaub 24.07.2016
2. Glückwunsch!
Er ist zwar ein "trockenes Brötchen", aber der stärkste Rundfahrer dieser Tage. Leider war die Tour mal wieder nicht wirklich spannend. :-(
kugelsicher, 24.07.2016
3.
Zitat von Alfred AhrensNun werden die Neider und weniger Trainingsfleissigen wieder mit ihren Dopingstories kommen, aber gedopt wird im Radsport schon ewig nicht mehr!
Herzerfrischend, so eine Ironie zu lesen.
uzsjgb 24.07.2016
4.
Im Grunde sind Froome und Sky nicht zu schlagen. Erstens haben sie ein so hohes Budget, dass sie sich ein sehr gutes Team zusammenkaufen können, und zweitens fahren sie nur ein Rennen pro Jahr. Alle anderen Rennen dienen entweder nur der Vorbereitung auf die Tour, oder sie werden mit einer Rumpfmannschaft bedient. Wenn man die drei großen Rundfahrten betrachtet, dann sind Fahrer wie Nibali oder Valverde erfolgreicher, als Froome. Da sie aber auch andere Rennen fahren (müssen), können sie während der Tour nicht konkurrieren. Deswegen sind Giro und Vuelta oft spannender, weil es niemand gibt, der nur diese Rennen fährt. Für den Radsport wäre es auch nicht sonderlich gut, wenn es mehr Teams wie Sky gäbe, die sich ausschließlich auf die Tour konzentrieren. Darunter würden alle anderen Rennen leiden.
gratiola 24.07.2016
5. Ich gratuliere dem
besten Doper der diesjährigen Tour! Selbstverständlich Florida des Kommentar Nr.1 war der Kollege gedopt. Ich habe auch Herrn Amstrong gratuliert für seinen vielen Siege. Er war der Beste!,- weil er am Besten gedopt hat. So wie die die Berge hoch Rollen Hut ab vor den medizinischen Fortschritt.
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