Tour de France Greipel fühlt sich um den Sieg betrogen, Kittel flucht

André Greipel war auf Erfolgskurs, doch auf den letzten Metern hat sich Dylan Groenewegen den Etappensieg geholt. Der Deutsche wurde dann sogar noch zurückgestuft. Auch Marcel Kittel war stocksauer.

Dylan Groenewegen (l.), André Greipel
AFP

Dylan Groenewegen (l.), André Greipel


Radprofi Dylan Groenewegen hat die achte Etappe der 105. Tour de France gewonnen. Der Niederländer konnte sich nach 181 Kilometern von Dreux nach Amiens im Massensprint vor dem Deutschen André Greipel, Peter Sagan und Fernando Gaviria durchsetzen.

Greipel sah sich um den Sieg betrogen: "Ich bin durch Gaviria klar um den Sieg gebracht worden. Er ist mir zweimal in die Linie gefahren und hat mit dem Kopf gestoßen - mal sehen, was die Jury sagt." Doch es kam noch schlimmer für den 35-Jährigen: Die Jury bestrafte beide Fahrer, sie verloren ihre Plätze und wurden auf die Plätze 92 und 93 zurückgestuft.

Für Groenewegen ist es der zweite Etappensieg in Folge. "Die ersten Tage waren nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber jetzt läuft es. Auf die beiden Tage bin ich ziemlich stolz", sagte der 25-Jährige.

Kittel donnert sein Rad gegen den Tourbus

Der Belgier Greg Van Avermaet konnte die Gesamtführung erneut erfolgreich verteidigen und geht damit am Sonntag im Gelben Trikot auf die spektakuläre neunte Etappe von Arras Citadelle nach Roubaix. Das Teilstück führt über 156,5 Kilometer - davon rund 22 Kilometer über das gefürchtete Kopfsteinpflaster im französischen Norden.

Marcel Kittel wurde lediglich 17. Er verlor seine beiden Anfahrer Tony Martin und Rick Zabel durch einen Massensturz knapp 17 Kilometer vor dem Ziel. Sie schafften den Anschluss nicht mehr.

Kittel war hinterher stinksauer. Er donnerte sein Rad gegen den Teambus und verschwand mit lautem Fluchen ins Innere. Der Deutsche steht teamintern in der Kritik: In der französischen Tageszeitung "L'Équipe" hatte Katushas Sportdirektor Dimitri Konischew seinen Topstar als "Egoisten" bezeichnet.

"Wir bezahlen ihm eine Menge, aber er ist nur an sich selbst interessiert", hatte der 52 Jahre alte Russe gesagt: "Vor dem Mannschaftszeitfahren in Cholet hat er während der Teambesprechung mit seinem Handy herumgespielt. Das hat mir zu verstehen gegeben, dass ich ihn nicht interessiere."

bka/dpa



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