Radsport Geraint Thomas vor Triumph bei der Tour de France

Geraint Thomas wird die 105. Tour de France gewinnen, der Waliser muss nur noch die Schlussetappe überstehen. Die letzten Hoffnungen seiner Konkurrenten machte er im Einzelzeitfahren zunichte.

Geraint Thomas
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Geraint Thomas


Vom Helfer zum Helden: Eigentlich war Geraint Thomas dazu auserkoren, seinen Mannschaftskollegen Christopher Froome beim Kampf um dessen fünften Gesamtsieg bei der Tour de France zu unterstützen. Doch der Waliser tat sich bei der Frankreich-Rundfahrt als der stärkere Fahrer im dominanten Team Sky hervor, eroberte bei seinem Tagessieg auf der elften Etappe das Gelbe Trikot - und hat es bis zum Ende nicht mehr hergegeben.

Thomas auf seiner Zeitmaschine
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Thomas auf seiner Zeitmaschine

Nach souveränen Auftritten in den Bergen, als er unter anderem als erster Gesamtführender der Tour-Geschichte die Bergetappe nach Alpe d'Huez gewinnen konnte, zeigte der 32 Jahre alte Thomas auch beim Einzelzeitfahren am Samstag seine Klasse: Auf der 20. und vorletzten Etappe über 31 Kilometer von Saint-Pée-sur-Nivelle nach Espelette waren zwar sein ärgster Verfolger Tom Dumoulin und Froome schneller als Thomas, Gelb geriet aber nicht mehr in Gefahr. Der Niederländer Dumoulin hätte 2:05 Minuten aufholen müssen, am Ende waren es nur 14 Sekunden.

Thomas steht damit bereits fast sicher als Sieger fest, denn auf der Schlussfahrt über die Champs-Élysées wird der Gesamtführende traditionell nicht mehr attackiert. Er muss die letzten 116 Kilometer eigentlich nur heil überstehen.

Hier finden Sie alle Infos zur Tour de France

luk



insgesamt 13 Beiträge
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Prussia Culé 28.07.2018
1. Wieder spannend
"Die letzten Hoffnungen seiner Konkurrenten machte er im Einzelzeitfahren zunichte" Ich glaube kaum, dass Dumoulin oder Roglic so richtig ernsthafte Hoffnungen hatten, unter normalen Gesichtspunkten Gelb noch zu holen. Persönlich glaube ich auch nicht, dass die beiden ihre "Hoffnungen" darin gelegt haben, Thomas könne durch Sturz oder Defekt 2 Minuten verlieren, obwohl das sicher immer passieren kann. --- Schade, dass Roglic heute einen schlechten Tag hatte. Er musste wohl gestern sehr ans Limit gehen, zumal niemand seine Angriffe unterstütze. Dumoulin war eher darauf bedacht ihn nicht wegfahren zu lassen, Froome zu distanzieren und dabei sich selbst nicht aufzurauchen. Die einzigen, die so stark waren wie Roglic waren Dumoulin und Thomas. --- Lotto NL & Sunweb wären mit Bennett, Campenaerts & Van Emden bzw. mit Keldermann & Oomen bestimmt noch stärker gewesen. Der ein oder andere Transfer, der vielleicht noch bekannt gegeben wird nicht eingerechnet.
heinrich-wilhelm 28.07.2018
2. Geschmäckle
Hätte der erneute Sieg vom „asthma therapierten“ Froome gehabt, aber so wird der Sport gewinnen. Und das ist gut so. Der sieg von Thomas geht absolut in Ordnung. Gratulation
w.o. 28.07.2018
3.
Zitat von heinrich-wilhelmHätte der erneute Sieg vom „asthma therapierten“ Froome gehabt, aber so wird der Sport gewinnen. Und das ist gut so. Der sieg von Thomas geht absolut in Ordnung. Gratulation
Und woher wissen Sie, dass der nicht an Asthma leidet?
Prussia Culé 28.07.2018
4. Thomas ist gegen Asthma-Ausnahmeregelungen
Zitat von w.o.Und woher wissen Sie, dass der nicht an Asthma leidet?
Thomas hat kein Asthma und hat mehrfach erklärt, dass er gegen Ausnahmeregelungen (Therapeutic Use Exemptions) in dieser Sache ist.
suplesse 28.07.2018
5. Ach Asthma
Pure Ablenkung. Da gibt es ganz andere Mittel. Die Dominaz des Team Sky erinnert mich an US-Postal. Und es wird genauso enden. Das war die langweiligste Tour, die ich je gesehen habe. Da war ja die Armstrong Zeit noch spannender. Nein, ich glaube denen von Sky keine einzige Pedalumdrehung.
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