Tour de France Fraile ist der König der Ausreißer

Eine Attacke am Schlussanstieg brachte den Sieg: Omar Fraile Matarranz hat die 14. Etappe der Tour de France gewonnen. Auch Simon Geschke zeigte eine starke Leistung, die Favoriten fuhren hinterher.

Omar Fraile Matarranz
AFP

Omar Fraile Matarranz


Die 14. Etappe der Tour de France über 188 Kilometer von Saint-Paul-Trois-Châteaux nach Mende wurde erwartungsgemäß von Ausreißern dominiert. Den Sieg sicherte sich der Spanier Omar Fraile Matarranz vom Team Astana vor dem Franzosen Julian Alaphilippe (Quickstep) und Jasper Stuyven (Trek Segafredo) aus Belgien. Der Deutsche Simon Geschke vom Team Sunweb wurde Sechster.

Eine 32-köpfige Gruppe hatte sich früh vom Hauptfeld abgesetzt und zwischenzeitlich mehr als 20 Minuten Vorsprung auf das Peloton herausgefahren. Lange Zeit sah Stuyven wie der Sieger aus. Der 26 Jahre alte Belgier hatte gut 40 Kilometer vor dem Ziel attackiert und am Schlussanstieg zum Côte de la Croix Neuve fast zwei Minuten Vorsprung.

Doch dann zog Fraile Matarranz aus der Verfolgergruppe das Tempo an und überholte Stuyven. Die Favoriten im Kampf ums Gelbe Trikot hatten die Ausreißer ziehen lassen. Als Bester der Klassementfahrer landete Primoz Roglic (Lotto NL-Jumbo) mit 18:01 Minuten Rückstand auf dem 29. Platz. Acht Sekunden später kam der Gesamtführende Geraint Thomas (Sky) gemeinsam mit seinem Mannschaftskapitän Chris Froome (Sky) und Tom Dumoulin (Sunweb) ins Ziel.

Am Stand in der Gesamtwertung änderte sich folglich nichts. Thomas hat weiterhin 1:39 Minuten Vorsprung auf Froome, der elf Sekunden vor Dumoulin liegt. Etappensieger Fraile liegt mehr als eine Stunde hinter der Spitze, Geschke hat auf Platz 22 als bester Deutscher 29:56 Minuten Rückstand auf Thomas.

Auch die 15. Etappe ist prädestiniert für Ausreißer. Am Sonntag fährt das Feld über 181,5 Kilometer von Millau nach Carcassone. Nach einem Anstieg der ersten Kategorie zum Pic de Nore gibt es eine 40 Kilometer lange Abfahrt ins Ziel. Am Montag folgt der zweite Ruhetag der diesjährigen Tour, bevor ab Dienstag in den Pyrenäen die nächsten schweren Bergetappen warten.

mmm



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