99. Tour de France: Sagan gewinnt auch die dritte Etappe

Peter Sagan hat wieder zugeschlagen: Der Slowake gewann bei der Tour de France die dritte Etappe, schon auf der ersten hatte er triumphiert. Das Gelbe Trikot verteidigte Fabian Cancellara. Die Etappe wurde von mehreren Massenstürzen überschattet.

Liquigas-Fahrer Sagan: Sieger der dritten Tour-de-France-Etappe Zur Großansicht
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Liquigas-Fahrer Sagan: Sieger der dritten Tour-de-France-Etappe

Hamburg - Peter Sagan hat die dritte Etappe der 99. Tour de France gewonnen. Der Liquigas-Fahrer profitierte von einem Sturz kurz vor dem Zielsprint. Zweiter auf dem 197 Kilometer langen Abschnitt von Orchies nach Boulogne-sur-Mer wurde der Norweger Edvald Boasson Hagen. Dritter wurde mit Peter Velits ebenfalls ein Slowake. Das Gelbe Trikot behält weiterhin Fabian Cancellara, der zusammen mit einer großen Fahrergruppe und einer Sekunde Rückstand ins Ziel kam.

Sagan hatte schon die erste Etappe gewonnen. Die vierte Etappe führt das Fahrerfeld am Mittwoch über hügelige 214,5 Kilometer mit vier Bergwertungen der vierten Kategorie von Abbeville nach Rouven.

Kurz nach Rennbeginn hatte sich eine fünfköpfige Ausreißergruppe bestehend aus Michael Mörköv, Rubén Pérez, Giovanni Bernaudeau, Sébastian Minard und Andrej Griwko vom Hauptfeld abgesetzt. Rund sechs Kilometer vor dem Ziel wurden aber auch die letzten von ihnen gestellt.

Martin quält sich am Ende des Pelotons durch die Etappe

Der deutsche Tony Martin schonte sich nach seinem Kahnbeinbruch und fuhr hinten im Feld. Seine linke Hand wurde wieder mit einer Kunststoffmanschette geschützt und fixiert. An Martins Seite fuhr meist der ebenfalls verletzte Spanier Luis-Leon Sanchez. Da ging es dem Tour-Debütanten Marcel Kittel schon besser, obwohl er auch am Dienstag hinterherfuhr. Der 24-Jährige hatte am Vortag über heftige Magenschmerzen geklagt und konnte nicht in die Spurt-Entscheidung in Tournai eingreifen.

Dabei wurde die Etappe von mehreren Massenstürzen überschattet. Rund 50 Kilometer vor dem Ziel kamen mehrere Fahrer zu Fall, der Weißrusse Konstantin Siwzow verletzte sich dabei so schwer, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Der 29-Jährige war im Team Sky als Helfer von Tour-Favorit Bradley Wiggins vorgesehen. Nur 20 Kilometer später kam es zu einem weiteren Sturz, anschließend musste José Joaquín Rojas vom Team Movistar das Rennen beenden. Auch der Italiener Gianpaolo Caruso (Katjuscha) und Simon Gerrans aus Australien (Orica-GreenEdge) blieben zunächst liegen, setzten das Rennen nach kurzer Behandlungspause aber fort. Damit sind noch 196 Fahrer im Rennen.

leh

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Forum - Die Tour de France - wer macht 2012 das Rennen?
insgesamt 406 Beiträge
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    Seite 1    
1. Vorfreude
spon-facebook-10000298787 30.06.2012
Ich freue mich schon riesieg auf die Tour. Aber ihr habt leider einige Favoriten außen vorgelassen wie z.B Samuel Sanchez, Robert Gesink oder Ivan Basso
2. Tour der Pharmazie
hahewo 30.06.2012
Diese Tour kann nur der gewinnen, der den besten Vertrag mit der Pharmaindustrie und deren Logistik hat. Das diesem Dopingspektakel immer noch soviel Raum in den Medien gegeben wird, ist schon verwunderlich.
3. Zu einer Rummelveranstaltung verkommen
Pollowitzer 30.06.2012
Dieser Sport ist leider schon lange nicht mehr ernst zu nehmen und er ist unglaubwürdig wie Rummelboxen - Wenn man sich das Alter einiger deutscher Teilnehmer ansieht dann geht automatisch die Dopingwarnlampe an - die pedalierenden Velogreise kommen doch ohne entsprechende Hilfsmittel weder über die Berge noch nach Paris. Die Aufmerksamkeit der Presse haben die nicht verdient - Ich glaube es wird garnichtmehr ernsthaft der Gebrauch von Doping kontrolliert - Brot und Spiele auf unterstem Niveau - leider!!!
4. Zustimmung
Ostwestfale 30.06.2012
Zitat von spon-facebook-10000298787Ich freue mich schon riesieg auf die Tour. Aber ihr habt leider einige Favoriten außen vorgelassen wie z.B Samuel Sanchez, Robert Gesink oder Ivan Basso
Ich freue mich auch, die drei Genannten zähle ich allerdings nicht zu den Favoriten, da diese Tour recht zeitfahrlastig ist und da sind Wiggins und Evans einfach zu stark, als dass ein Basso oder Sanchez das in den Bergen kompensieren könnte.Ich könnte mir deshalb sogar vorstellen, dass Klöden aufs Podium fährt. Wer die letzte Tour verfolgt hat, dem werden auch die tollen Entwicklungen nicht entgangen sein. Die Fahrer fahren endlich wieder wie "Menschen". Jeder Topfahrer hatte bei der letzten Tour einen schwachen Tag, was in einer dreiwöchigen Rundfahrt normal ist. Die Maximalwattzahlen, die die Fahrer in den Anstiegen treten sind stark zurückgegangen.Dass Jean-Christophe Peraud, Tourzehnter des vergangenen Jahres absolut sauber war gilt als ziemlich warscheinlich. Sein Blutbild war während der gesamten Tour öffentlich zugänglich und es gab keinerlei Auffälligkeiten.Aber so was ist natürlich keine Schlagzeile wert, denn Deutschland war noch nie ein Radsport-Land. Auch nicht zu Ullrichs Zeiten.Hier hat man sich noch nie für Details des interessiert. Völlig absurd finde ich, wenn in der Zusammenhang mit der Tour davon gesprochen sind, die Leistungen wören "übermenschlich" oder sonstwas. So nach dem Motto: Alles was ich nicht kann, kann auch kein Anderer. Da hat ein quasi nie im Training kontrollierter Usain Bolt nur 100 Meter läuft. Das kann ja jeder...
5.
LuisCortez 30.06.2012
Zitat von hahewoDiese Tour kann nur der gewinnen, der den besten Vertrag mit der Pharmaindustrie und deren Logistik hat. Das diesem Dopingspektakel immer noch soviel Raum in den Medien gegeben wird, ist schon verwunderlich.
So ist es. Sie haben die Situation erkannt. Ich als ehemaliger Roche Mitarbeiter kann bestätigen dass Roche um die 70 Mitarbeiter beschäftigt die sich um die besten Verträge und Logistik mit den "Sportlern" kümmert. Interessanterweise handelt es sich bei den Kunden nur um Radsportler. Was für ein Blödsinn!
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