99. Tour de France Sánchez triumphiert auf der 14. Etappe

Großer Jubel bei Luis-León Sánchez: Der Spanier hat das 14. Teilstück der Tour de France gewonnen. Wenige Kilometer vor dem Ziel setzte sich der Rabobank-Fahrer erfolgreich ab. Der Gesamtführende Bradley Wiggins verteidigte das Gelbe Trikot mühelos.

DPA

Hamburg - Luis-León Sánchez vom Team Rabobank hat die 14. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Spanier siegte vor Peter Sagan aus der Slowakei (+ 47 Sekunden). Am Samstag hatte sich Sagan im Zielsprint der 13. Etappe noch ganz knapp André Greipel geschlagen geben müssen. Dritter auf dem 191 Kilometer langen Teilstück von Limoux nach Foix wurde der Franzose Sandy Casar.

Sánchez war am Sonntag Teil einer elfköpfigen Ausreißergruppe, die sich bereits vor dem ersten Anstieg der Etappe gebildet und bis zum Schluss einen klaren Vorsprung vor dem Peloton hatte. Rund sechs Kilometer vor dem Ziel attackierte Sánchez dann und fuhr der Gruppe davon. Insgesamt ist es sein vierter Tageserfolg bei der Frankreich-Rundfahrt.

Der Brite Bradley Wiggins kam mit dem Hauptfeld ins Ziel und verteidigte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Der dreifache Bahn-Olympiasieger hat weiterhin 2:05 Minuten Vorsprung auf seinen Landsmann und Teamkollegen Christopher Froome und den Italiener Vincenzo Nibali (+2:23). Titelverteidiger Cadel Evans, in der Gesamtwertung auf Rang vier, musste auf der 14. Etappe gleich dreimal wegen technischer Defekte anhalten. Der Australier hatte deshalb zwischenzeitlich rund zwei Minuten Rückstand.

In einer Solidaritätsaktion drosselten die anderen Favoriten aber ihr Tempo auf der Abfahrt. Davon profitierten auch Wiggins und Vincenzo Nibali, die ihrerseits Defekte zu beklagen hatten. Offenbar waren ausgestreute Reißnägel verantwortlich für die Pannen-Serie. Renn-Direktor Jean-Francois Pecheux bestätigte den Vorfall: "Es gab etwa 30 Defekte auf der Abfahrt. Es lagen Nägel auf der Straße. Wir werden die Gendarmerie einschalten."

Am Montag (Etappenstart 13.50 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) spielen bei der Tour noch einmal die Sprinter die Hauptrolle. Die erste Hälfte der mit 158,5 Kilometern recht kurzen Etappe ist bestenfalls hügelig, erst nach dem Zwischensprint nach 101,5 Kilometern warten mit einem Anstieg der 3. und zwei Bergen der 4. Kategorie kleinere Schwierigkeiten. Am Dienstag gibt es den zweiten Ruhetag der Tour.

chp/sid/dpa

insgesamt 406 Beiträge
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Seite 1
spon-facebook-10000298787 30.06.2012
1. Vorfreude
Ich freue mich schon riesieg auf die Tour. Aber ihr habt leider einige Favoriten außen vorgelassen wie z.B Samuel Sanchez, Robert Gesink oder Ivan Basso
hahewo 30.06.2012
2. Tour der Pharmazie
Diese Tour kann nur der gewinnen, der den besten Vertrag mit der Pharmaindustrie und deren Logistik hat. Das diesem Dopingspektakel immer noch soviel Raum in den Medien gegeben wird, ist schon verwunderlich.
Pollowitzer 30.06.2012
3. Zu einer Rummelveranstaltung verkommen
Dieser Sport ist leider schon lange nicht mehr ernst zu nehmen und er ist unglaubwürdig wie Rummelboxen - Wenn man sich das Alter einiger deutscher Teilnehmer ansieht dann geht automatisch die Dopingwarnlampe an - die pedalierenden Velogreise kommen doch ohne entsprechende Hilfsmittel weder über die Berge noch nach Paris. Die Aufmerksamkeit der Presse haben die nicht verdient - Ich glaube es wird garnichtmehr ernsthaft der Gebrauch von Doping kontrolliert - Brot und Spiele auf unterstem Niveau - leider!!!
Ostwestfale 30.06.2012
4. Zustimmung
Zitat von spon-facebook-10000298787Ich freue mich schon riesieg auf die Tour. Aber ihr habt leider einige Favoriten außen vorgelassen wie z.B Samuel Sanchez, Robert Gesink oder Ivan Basso
Ich freue mich auch, die drei Genannten zähle ich allerdings nicht zu den Favoriten, da diese Tour recht zeitfahrlastig ist und da sind Wiggins und Evans einfach zu stark, als dass ein Basso oder Sanchez das in den Bergen kompensieren könnte.Ich könnte mir deshalb sogar vorstellen, dass Klöden aufs Podium fährt. Wer die letzte Tour verfolgt hat, dem werden auch die tollen Entwicklungen nicht entgangen sein. Die Fahrer fahren endlich wieder wie "Menschen". Jeder Topfahrer hatte bei der letzten Tour einen schwachen Tag, was in einer dreiwöchigen Rundfahrt normal ist. Die Maximalwattzahlen, die die Fahrer in den Anstiegen treten sind stark zurückgegangen.Dass Jean-Christophe Peraud, Tourzehnter des vergangenen Jahres absolut sauber war gilt als ziemlich warscheinlich. Sein Blutbild war während der gesamten Tour öffentlich zugänglich und es gab keinerlei Auffälligkeiten.Aber so was ist natürlich keine Schlagzeile wert, denn Deutschland war noch nie ein Radsport-Land. Auch nicht zu Ullrichs Zeiten.Hier hat man sich noch nie für Details des interessiert. Völlig absurd finde ich, wenn in der Zusammenhang mit der Tour davon gesprochen sind, die Leistungen wören "übermenschlich" oder sonstwas. So nach dem Motto: Alles was ich nicht kann, kann auch kein Anderer. Da hat ein quasi nie im Training kontrollierter Usain Bolt nur 100 Meter läuft. Das kann ja jeder...
LuisCortez 30.06.2012
5.
Zitat von hahewoDiese Tour kann nur der gewinnen, der den besten Vertrag mit der Pharmaindustrie und deren Logistik hat. Das diesem Dopingspektakel immer noch soviel Raum in den Medien gegeben wird, ist schon verwunderlich.
So ist es. Sie haben die Situation erkannt. Ich als ehemaliger Roche Mitarbeiter kann bestätigen dass Roche um die 70 Mitarbeiter beschäftigt die sich um die besten Verträge und Logistik mit den "Sportlern" kümmert. Interessanterweise handelt es sich bei den Kunden nur um Radsportler. Was für ein Blödsinn!
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