Tour de France Tony Martin droht nach Sturz das Aus

Tony Martin und die Tour de France - das soll wohl nicht sein. Wie im vergangenen Jahr stürzte der Deutsche auf der ersten Etappe und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Diagnose: Gehirnerschütterung und diverse Prellungen. Damit dürfte die Rundfahrt für ihn beendet sein.

Radprofi Martin: Gehirnerschütterung und diverse Prellungen
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Radprofi Martin: Gehirnerschütterung und diverse Prellungen


Hamburg - Zeitfahrweltmeister Tony Martin droht erneut das frühzeitige Aus bei der Tour de France. Der 28-Jährige vom Team Quick-Step stürzte auf der ersten Etappe schwer. Er war wie unter anderem der zweifache Toursieger Alberto Contador in einen Massencrash fünf Kilometer vor dem Ziel verwickelt.

Martin fuhr zwar noch durchs Ziel in Bastia, wurde danach aber umgehend, am Oberkörper blutend, auf einer Trage abtransportiert und zur näheren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Dort konnte zwar ein zunächst vermuteter Schlüsselbeinbruch ausgeschlossen werden. Allerdings hat Martin eine Gehirnerschütterung und diverse Prellungen erlitten. Unter anderem sind Hüfte, Brust, Knie, Schulter und Rücken betroffen. Zudem hat er eine fünf Zentimeter tiefe Wunde am linken Ellbogen, die bei Bewegen große Schmerzen verursacht.

Ob er die Tour trotz dieser vielen Verletzungen fortsetzt, ist noch nicht entschieden. "Diese Verletzung macht es recht unwahrscheinlich, dass Tony am Sonntag wieder an den Start geht", sagte Martins Manager Jörg Werner. Der Radprofi habe den festen Willen weiterzufahren, die Entscheidung soll am Sonntagmorgen fallen. Im Vorjahr hatte Martin nach einem Reifenschaden im Prolog bei einem Sturz eine Fraktur an der Hand erlitten und das Rennen nach dem neunten Teilstück aufgeben müssen.

Auch zwei andere Deutsche machten am ersten Tag der 100. Tour Schlagzeilen. Marcel Kittel setzte sich im Sprint gegen den Norweger Alexander Kristoff durch, gewann die Etappe und sicherte sich das Gelbe Trikot. André Greipel lag kurz vor dem Ziel aussichtsreich im vorderen Feld, musste seine Hoffnungen auf den Sieg aber wegen eines technischen Defekts begraben.

ham/sid/dpa



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insgesamt 33 Beiträge
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renee gelduin 29.06.2013
1.
Das ist richtig bitter. Daumen drücken, dass die Untersuchungen die Vermutungen nicht bestätigen.
cafe_kehse 29.06.2013
2. Nicht ernst zu nehmen
Wer nimmt diese Tour der Gedopten noch ernst? Ich jedenfalls nicht mehr. Ich gebe zu, dass ich vor 10 - 15 Jahren stundenlang die TV-Übertragung mit dem Duell Armstrong - Ulrich verfolgt habe. Heute weiß man, dass die Zuschauer veräppelt wurden. Man sah eigentlich "Doping-Festspiele". Wer wollte behaupten, dass das heute anders ist? Tour de France - nein danke.
fiutare 29.06.2013
3.
Nicht Marcel Kittel hat die erste Etappe gewonnen, sondern der Bus der Mannschaft Team Orica Greenedge. Glückwunsch! Und schade um Tony Martin. Wirklich schade!
Kekser 29.06.2013
4. Andre Greipel
hat sich ja leider das Schaltwerk abreisen lassen und dabei ist der Täter als erster zu Fall gekommen und hat jede Menge mitgenommen. Wohl auch Tony Martin.
nicola_e 29.06.2013
5.
Das tut mir echt leid für ihn. Was die Doping-Kommentare hier angeht: Möchte gar nicht wissen, was im Fußball los wäre, würde dort nur halb so streng getestet wie im Radsport. Unabhängig davon: Die Leistung der Radsportler ist - Doping hin, Doping her - einfach unglaublich!
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