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12. Tour-Etappe: Kristoff siegt im Schlusssprint, deutsche Fahrer ärgern sich

Etappensieger Kristoff: Sieg im Schlusssprint Zur Großansicht
AFP

Etappensieger Kristoff: Sieg im Schlusssprint

Alexander Kristoff war der Schnellste: Der Norweger hat auf der zwölften Etappe der Tour de France triumphiert. Zwei deutsche Radprofis ärgerten sich über andere Fahrer, das Gelbe Trikot wechselt nicht.

Hamburg - Der norwegische Radprofi Alexander Kristoff hat die zwölfte Etappe der 101. Tour de France gewonnen. Der 27-Jährige vom Team Katjuscha siegte auf dem 185,5 Kilometer langen Teilstück von Bourg-en-Bresse nach Saint-Étienne im Sprint.

Der Slowake Peter Sagan kam als Zweiter ins Ziel, Arnaud Demare aus Frankreich belegte Rang drei. Für den 24 Jahre alten Top-Sprinter Sagan, dem Träger des Grünen Trikots, war es bereits die achte Top-5-Platzierung bei der diesjährigen Tour. Auf einen Tagessieg wartet er jedoch bislang vergeblich.

Das Gelbe Trikot trägt weiterhin der Italiener Vincenzo Nibali. Der Astana-Fahrer führt vor Richie Porte aus Australien (+2:23 Minuten), dem Spanier Alejandro Valverde (+2:47) und Romain Bardet aus Frankreich (+3:01).

Der deutsche Sprintstar André Greipel musste seine Sieghoffnungen in Saint-Étienne nach einem Sturz begraben - und war mächtig sauer: "Wir sind hier nicht beim Ringen oder Boxen. Ich lasse mir nicht alles gefallen", sagte er nach der Zieldurchfahrt. Der Franzose Sylvain Chavanel hatte sich mit unfairen Mitteln im hektischen Finale Platz verschaffen wollen und so einen Sturz verursacht.

Der 35-Jährige hatte die Hand vom Lenker genommen, einen Fahrer des Cannondale-Teams beiseite geschubst und war dabei selbst zu Boden gegangen. Während sich Greipels Teamkollege Marcel Sieberg gerade noch im Sattel halten konnte, flog er selbst auf den Asphalt. "Das war ein klarer Regelverstoß", sagte Greipel, der mit kleineren Schürfwunden davonkam. Chavanel zeigte sich später einsichtig: "Es war eindeutig mein Fehler, ganz klar meine Schuld."

Auch John Degenkolb wurde auf den letzten Metern vom Italiener Matteo Trentin ausgebremst, der ausscherte und dem Deutschen so den Weg versperrte: "Es war ein super hektischer Sprint. Ich musste ziemlich um meine Postion kämpfen. Als ich in Position war, wurde ich beraubt", sagte Degenkolb: "Ich habe eine ziemliche Welle bekommen. Mein rechter Schuh ist noch ganz schwarz von seinem Reifen."

Am Freitag steht die erste Hochgebirgsetappe an: Von Saint-Étienne geht es hinauf nach Chamrousse in den Alpen. Vor dem schweren Schlussanstieg durchqueren die Fahrer Grenoble, dann müssen sie den Col de Palaquit bezwingen, einen Berg der ersten Kategorie. Mit 18,2 Kilometern Länge und einer Steigung von durchschnittlich 7,3 Prozent zählt die Bergankunft in Chamrousse dann sogar zur höchsten Kategorie.

bka/dpa

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Rekordsieger der Tour de France
Sieger Land Titel Zeitraum
Lance Armstrong USA 7* 1999-2005
Miguel Indurain Spanien 5 1991-1995
Bernard Hinault Frankreich 5 1978-1985
Eddy Merckx Belgien 5 1969-1974
Jacques Anquetil Frankreich 5 1957-1964
Greg LeMond USA 3 1986-1990
Louison Bobet Frankreich 3 1953-1955
Philippe Thys Belgien 3 1913-1920
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