Überführte Kugelstoßerin Trainer soll Ostaptschuk Dopingmittel ins Essen gemischt haben

Erst verdächtigte sie den früheren weißrussischen Cheftrainer, nun soll es der eigene Coach gewesen sein: Kugelstoßerin Nadeschda Ostaptschuk, die in London Olympia-Gold gewonnen hatte, wurden offenbar ohne ihr Wissen Dopingmittel verabreicht. Das sagt zumindest die weißrussische Anti-Doping-Agentur.

Kugelstoßerin Ostaptschuk: Doping im Essen
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Kugelstoßerin Ostaptschuk: Doping im Essen


Hamburg - Die bei den Olympischen Sommerspielen des Dopings überführte Kugelstoßerin Nadeschda Ostaptschuk hat die Doping-Substanzen angeblich heimlich von ihrem Trainer ins Essen gemischt bekommen. So lautet zumindest die offizielle Erklärung, die die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) Weißrusslands bekanntgab. Alexander Jefimow habe seiner Athletin das Dopingmittel aus Angst um ein gutes Resultat bei den Sommerspielen verabreicht - und die Tat offenbar bereits gestanden.

Ostaptschuk soll nun lediglich für ein Jahr und Jefimow für vier Jahre gesperrt werden. Allerdings können sowohl der Leichtathletik-Weltverband IAAF als auch die Welt Anti-Doping Agentur (Wada) gegen dieses Urteil Einspruch erheben.

Die 31-Jährige hatte in London im Kugelstoßen triumphiert, der Olympiasieg wurde Ostaptschuk jedoch nach zwei positiven Proben auf das anabole Steroid Metenolon wieder aberkannt. Daraufhin bekam die Neuseeländerin Valerie Adams die Goldmedaille nachträglich zugesprochen.

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Ostaptschuk hatte unmittelbar nach der Aberkennung verkündet, gegen die Entscheidung vorgehen zu wollen - und eine Verschwörung gewittert. Sie behauptete zunächst, dass der mittlerweile wegen Veruntreuung verhaftete frühere weißrussische Cheftrainer Anatolij Badujew hinter dem positiven Befund stecken würde.

psk/dpa



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
deus-Lo-vult 11.09.2012
1. ....
Zitat von sysopDPAErst verdächtigte sie den früheren weißrussischen Cheftrainer, nun soll es der eigene Coach gewesen sein: Kugelstoßerin Nadeschda Ostaptschuk, die in London Olympia-Gold gewonnen hatte, wurden offenbar ohne ihr Wissen Dopingmittel verabreicht. Das sagt zumindest die Ukrainische Anti-Doping-Agentur. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,855176,00.html
Achja, natürlich. Was denn sonst? Entweder es sind Steaks, Zahnpasta, Trainer, etc. etc. etc. Die Sportler sind IMMER total unschuldig und wissen von nichts. Man muss sich diese "Frau" nur ansehen um zu wissen, dass hier jahrelanges, systematisches Doping vorliegt! Und das ganz sicher nicht ohne deren Wissen.
eigene_meinung 11.09.2012
2. Mannomann
Dass Ihr ein Bart wuchs, die Stimme tiefer wurde, die Muskeln unnatürliche Ausmaße annahmen, ... , hat sie natürlich nicht bemerkt - oder soll ich sagen er?
Ostwestfale 11.09.2012
3. Expterte?
Zitat von eigene_meinungDass Ihr ein Bart wuchs, die Stimme tiefer wurde, die Muskeln unnatürliche Ausmaße annahmen, ... , hat sie natürlich nicht bemerkt - oder soll ich sagen er?
Ich hab`Olympia recht intensiv verfolgt, aber während der gesamten zwei Wochen keinen einzigen O-Ton von Ostapchuk gehört. Sie scheinen ja ein absoluter Kugelstoß-Experte zu sein. Ich glaube auch nicht an Ihre Unschuld, aber wissen kann man das letzten Ende nicht, schon gar nicht wenn die Sportlerinnen aus Ländern wie Weißrussland kommen. Da wäre es zumindest denkbar, dass die Sportler gegen ihr Wissen gedopt werden.Einen Bartwuchs und übergroße Muskeln hab`ich bei ihr jetzt übrigens nicht gesehen. Man kann Sportlern oder Sportlerinnen nicht ansehen, ob sie gedopt haben.Außerdem ist dass den Spotlerinnen gegenüber unfair, die so aussehen wie Frau Ostapchuk. Das würde ja dann andererseits bedeuten, dass Sportlerinnen, die so aussehen wie Maria Sharapova oder Ana Ivanovic auf keinen Fall dopen. Aber so einfach wie man(n?) die Welt gerne hätte ist sie dann doch nicht.
Willi Wacker 11.09.2012
4. man kann diese ganzen Labore abschaffen!
Zitat von OstwestfaleIch hab`Olympia recht intensiv verfolgt, aber während der gesamten zwei Wochen keinen einzigen O-Ton von Ostapchuk gehört. Sie scheinen ja ein absoluter Kugelstoß-Experte zu sein. Ich glaube auch nicht an Ihre Unschuld, aber wissen kann man das letzten Ende nicht, schon gar nicht wenn die Sportlerinnen aus Ländern wie Weißrussland kommen. Da wäre es zumindest denkbar, dass die Sportler gegen ihr Wissen gedopt werden.Einen Bartwuchs und übergroße Muskeln hab`ich bei ihr jetzt übrigens nicht gesehen. Man kann Sportlern oder Sportlerinnen nicht ansehen, ob sie gedopt haben.Außerdem ist dass den Spotlerinnen gegenüber unfair, die so aussehen wie Frau Ostapchuk. Das würde ja dann andererseits bedeuten, dass Sportlerinnen, die so aussehen wie Maria Sharapova oder Ana Ivanovic auf keinen Fall dopen. Aber so einfach wie man(n?) die Welt gerne hätte ist sie dann doch nicht.
Man legt einfach Ihrem Vorschreiber einige Fotos und Videos zwecks Diagnose vor. Es könnte so einfach sein.
FKassekert 11.09.2012
5. Verband fuer naechste Europa- und Weltmeisterschaften
und Olympischen Spiele sperren! Haben dann zwar alle Pech gehabt, aber der/die Trainer ueberlegen es sich. erst recht die Funktionaere!
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