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Mixed Zone: Deutscher Doppelsieg bei der Triathlon-EM

Die beiden deutschen Triathleten Andreas Raelert und Julia Gajer haben jeweils den EM-Titel gewonnen. Boxer Manny Pacquiao hat seinen WM-Gürtel nach einem umstrittenen Urteil verloren. Und: Schwimmerin Li Zhesi wird wegen eines positiven Dopingtests nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen.

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Triathlet Raelert: Europameister über die Halbdistanz

Hamburg - Die deutschen Triathleten Andreas Raelert und Julia Gajer sind neue Europameister über die Halbdistanz. Der 35 Jahre alte Inhaber der Weltbestzeit im Ironman und die 29-Jährige sicherten sich den Titel mit dem Sieg bei der Challenge Kraichgau, die erstmals als offizielle EM fungierte. Nach 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21,1 Kilometern Laufen erreichte Raelert in 3:48:15 Stunden das Ziel in Bad Schönborn vor dem französischen Weltmeister über die Langdistanz, Sylvain Sudrie (3:50:57). Dritter wurde Sebastian Kienle in 3:51:11 Stunden. Gajer kam nach 4:20:09 Stunden mit 38 Sekunden Vorsprung vor der Dänin Line Jensen ins Ziel. Bronze sicherte sich Delphine Pelletier (Frankreich) in 4:22:47 Stunden.

Boxweltmeister Manny Pacquiao hat seinen Titel nach einem umstrittenen Urteil der Ringrichter verloren. Der 33-Jährige Filipino verlor seinen WBO-Gürtel im Weltergewicht am Samstag (Ortszeit) in Las Vegas durch ein umstrittenes 2:1-Punkturteil an Timothy Bradley. Nach zwölf Runden hatten zwei Punktrichter den Amerikaner mit 115:113 als Sieger gesehen, der dritte stimmte mit 115:113 für Titelverteidiger Pacquiao. Fast alle Beobachter am Ring hatten das Duell deutlich für Pacquiao gewertet.

Speerwurf-Weltmeister Matthias de Zordo hat die Olympianorm auch im vierten Anlauf verpasst. In St. Wendel musste sich der 24-Jährige am Sonntag mit 79,58 Metern und Platz vier zufriedengeben. Damit blieb de Zordo 2,42 Meter unter der vom Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) geforderten Weite für London.

Moritz Milatz hat bei den Europameisterschaften der Mountainbiker in Moskau überraschend die Goldmedaille gewonnen. Der deutsche Meister setzte sich nach 26,99 Kilometern im Sprint vor dem Spanier José Mantecon Gutierrez und dem Schweizer Ralph Näf durch. Zuvor hatte Olympiasiegerin Sabine Spitz in der Frauen-Konkurrenz mit Bronze ihre achte EM-Medaille geholt.

Der Dopingfall der Langstreckenläuferin Simret Restle-Apel soll noch in diesem Monat verhandelt werden. "Im Juni kann die Verhandlung beginnen, davon gehen wir im Moment aus", sagte Nada-Sprecher Berthold Mertes. "Es handelt sich um Doping, und zwar um Doping mit Epo. Das können wir bestätigen. Die Athletin hat ja auch auf die Öffnung der B-Probe verzichtet", sagte Mertes. Die deutsche Halbmarathon-Meisterin vom PSV Grün-Weiß Kassel war am vergangenen Mittwoch wegen des Dopingverdachts vorläufig suspendiert worden.

Die frühere Schwimm-Weltmeisterin Li Zhesi wird nach übereinstimmenden chinesischen Medienberichten wegen eines positiven Dopingtests nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. Der 16-Jährigen wurde nach Angaben der Nationalen Anti Doping Agentur Chinada sowohl in der A- als auch in der B-Probe einer Trainingskontrolle vom 31. März Epo nachgewiesen. "Wir haben das Ergebnis des Tests bekommen. Wir werden die CHINADA bei weiteren Maßnahmen unterstützen. Li wird definitiv nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen", sagte Shang Xiutang, Vize-Präsident des chinesischen Schwimm-Verbandes, der Nachrichtenagentur Xinhua. Über ein Strafmaß wurde noch nicht entschieden.

joe/sid/dpa

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Ironman auf Hawaii: Rekordsieger und ein deutscher Hattrick

Sieger des Ironman Hawaii seit 2000
Jahr Männer Frauen
2014 S. Kienle (GER) M. Carfrae (AUS)
2013 F. van Lierde (BEL) M. Carfrae (AUS)
2012 P. Jacobs (AUS) L. Cave (GBR)
2011 C. Alexander (AUS) C. Wellington (GBR)
2010 C. McCormack (AUS) M. Carfrae (AUS)
2009 C. Alexander (AUS) C. Wellington (GBR)
2008 C. Alexander (AUS) C. Wellington (GBR)
2007 C. McCormack (AUS) C. Wellington (GBR)
2006 N. Stadler (GER) M. Jones (AUS)
2005 F. Al-Sultan (GER) N. Badmann (SUI)
2004 N. Stadler (GER) N. Badmann (SUI)
2003 P. Reid (CAN) L. Bowden (CAN)
2002 T. DeBoom (USA) N. Badmann (SUI)
2001 T. DeBoom (USA) N. Badmann (SUI)
2000 P. Reid (CAN) N. Badmann (SUI)
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Legendäre Boxer: Knockouts und Comebacks

Der neue Wada-Code
Härtere Strafen
Für schwerwiegende Erstverstöße wie systematisches Doping oder Verhinderung der Aufdeckung von Vergehen wurde die Sperre von zwei auf vier Jahre angehoben. Drei Verstöße gegen die Meldepflicht ("Missed Tests") binnen 18 Monaten führen zu einer Sperre von ein bis zwei Jahren. Nach einer positiven A-Probe wird eine provisorische Suspendierung des Athleten ausgesprochen. Die B-Probe muss spätestens sieben Tage später analysiert sein.
Flexibilität
In Einzelfällen können besondere Umstände berücksichtigt werden und flexiblere Strafen verhängt werden. Eine Strafminderung kann z.B. gewährt werden, wenn ein Athlet beweisen kann, dass eine verbotene Substanz ohne Verschulden in seinen Körper gelangt ist. Außer Sperren können zusätzlich Geldbußen verhängt werden.
Kronzeugenregelung
Die Kronzeugenregelung ist erweitert worden. Wenn ein Athlet die Aufdeckung von Dopingverstößen Dritter substantiell mit Detailinformationen unterstützt, kann die Sperre um bis zu 75 Prozent reduziert werden. Eine Verkürzung bis um die Hälfte wird eingeräumt, wenn ein Athlet Doping gesteht, bevor er positiv kontrolliert wurde.
Gültigkeit
Der neue Welt-Anti-Doping-Code, beschlossen auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Madrid Mitte November 2007, ist seit dem 1. Januar 2009 gültig. Die "Deklaration von Madrid" verpflichtet alle Organisationen des Sports, ihre Statuten dem neuen Code anzugleichen. Gleichzeitig werden alle Regierungen aufgerufen, die Unesco-Konvention gegen Doping zu unterzeichnen und damit den Code als universell verbindlich anzuerkennen.

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