Turn-WM Alt kämpft um Gold am Schwebebalken

Sie gilt als neuer Turnstar und hat diesen Eindruck bei der WM vorerst bestätigt: Tabea Alt steht im Finale im Mehrkampf und am Schwebebalken - und gibt zwei neuen Elementen ihren Namen.

Tabea Alt am Stufenbarren
AFP

Tabea Alt am Stufenbarren


Angeführt von Gesamtweltcup-Siegerin und Gold-Mitfavoritin Tabea Alt haben sich die deutschen Kunstturnerinnen bei der WM in Montréal insgesamt fünf Startplätze für die Finaldurchgänge gesichert. Alt qualifizierte sich als Zwölfte wie Elisabeth Seitz für die Mehrkampfentscheidung und steht zudem als Vorkampfbeste im Finale am Schwebebalken. Dort wird die 17-Jährige auf Pauline Schäfer treffen, Seitz wird außerdem in den Medaillenkampf am Stufenbarren einsteigen.

"Es war ein toller Durchgang", sagte Bundestrainerin Ulla Koch. Selbst wenn es für die Vierte im Bunde, die Stuttgarterin Kim Bui, nicht für einen Finalplatz am Barren gereicht hatte, "haben alle Turnerinnen ihre Nominierung voll gerechtfertigt".

Alt krönte ihren Vorkampf am Stufenbarren, bei dem sie den Holm einmal verfehlte und absteigen musste, mit zwei komplett neuen Elementen, die ihr vom Internationalen Turnerbund anerkannt wurden. Diese Elemente könnten damit in Zukunft in den Internationalen Wertungsvorschriften, dem Code de Pointage, ihren Namen tragen. Alt gilt als kommender Star der deutschen Turnerszene und potenzielle Nachfolgerin des zurückgetretenen Fabian Hambüchen.

krä/sid



insgesamt 4 Beiträge
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Knack5401 05.10.2017
1. Warum fast im Verborgenen?
Diese Sportlerinnen und Sportler leisten Großartiges gegenüber den verwöhnten Weicheiern im Profifussball. Auch nur einen Teil der Fernsehberichterstattung für die Fussballgötter wäre da schon angemessen.
Lexington67 05.10.2017
2.
Zitat von Knack5401Diese Sportlerinnen und Sportler leisten Großartiges gegenüber den verwöhnten Weicheiern im Profifussball. Auch nur einen Teil der Fernsehberichterstattung für die Fussballgötter wäre da schon angemessen.
Es ist ja nicht nur Turnen, das ein Nischendasein führt. Selbst solche Sportarten die jedes Wochenende zehntausende in die Hallen der Republik locken (Eishockey, Handball, Basketball) finden in TV Deutschland einfach nicht statt. Aber Millionen an Fernsehgebühren für die "Grundversorgung" jeden Monat kassieren..
rainer82 05.10.2017
3. Die Turner sind selber schuld,
dass sie im Fernsehen nur selten zu erleben sind. Der Verband fordert von den TV-Sendern Summen für die Übertragungsrechte, die unverhältnismäßig hoch sind. An den Sendern liegt es also nicht, denn die sind ja gehalten, mit Gebühren (ÖR) bzw. Werbeeinnahmen (Kommerzsender) verantwortungsbewusst umzugehen.
dasistnurmeinemeinung 06.10.2017
4. Quellenangaben?
Zitat von rainer82dass sie im Fernsehen nur selten zu erleben sind. Der Verband fordert von den TV-Sendern Summen für die Übertragungsrechte, die unverhältnismäßig hoch sind. An den Sendern liegt es also nicht, denn die sind ja gehalten, mit Gebühren (ÖR) bzw. Werbeeinnahmen (Kommerzsender) verantwortungsbewusst umzugehen.
Hätten Sie für diese Behauptung von zu hohen Geldforderungen mal Quellenangaben oder besser Vergleichsangaben mit anderen Sportarten? Dabei bitte auch berücksichtigen, daß diese Veranstaltungen nicht kostenlos zu organisieren sind, wenn Sie von Unverhältnismässigkeit schreiben. Eine große Masse an Zuschauern beim Fußball rechtfertigt noch lange nicht, andere Sportarten zu verweigern. Locker bleiben!
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