Doping im Radsport Kommission soll Verhältnis von Armstrong und UCI klären

Eine dreiköpfige und unabhängige Kommission soll Licht in die Verwicklungen des Radsport-Weltverbands im Doping-Fall Lance Armstrong bringen. Im Zentrum steht dabei die Beziehung Armstrongs zu den früheren UCI-Präsidenten Hein Verbruggen und Pat McQuaid.

Ex-Radstar Armstrong: Vorwürfe der Vertuschung
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Ex-Radstar Armstrong: Vorwürfe der Vertuschung


Hamburg - Der Radsport-Weltverband UCI hat eine dreiköpfige Kommission zur Doping-Aufarbeitung ernannt. Diese soll besonders den Vorwürfen gegen den Verband im Zusammenhang mit den Doping-Vergehen des überführten und geständigen Ex-Radprofis Lance Armstrong nachgehen.

"Sie wird die Probleme untersuchen, mit denen der Radsport in den vergangenen Jahren zu kämpfen hatte, speziell die, in welche die UCI selbst verstrickt war und die ihre Glaubwürdigkeit und die unseres Sports verletzt haben", sagte der neue Präsident Brian Cookson. Der Kommission sitzt der ehemalige Schweizer Staatsanwalt und Politiker Dick Marty vor, der sich vor allem im Kampf gegen das organisierte Verbrechen und Drogenmissbrauch einen Namen gemacht hat.

Die UCI und ihr früherer Präsident Hein Verbruggen werden unter anderem von Armstrong selbst beschuldigt, die Doping-Aktivitäten des US-Amerikaners gedeckt zu haben. Armstrong waren nach seinem Geständnis im vergangenen Jahr alle sieben Titel aberkannt worden, die er bei der Tour de France gewonnen hatte.

psk/dpa



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