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SPIEGEL-Umfrage: Deutsche stehen hinter Hamburgs Olympia-Kandidatur

Olympia in Hamburg: 59 Prozent der Deutschen dafür Zur Großansicht
DPA

Olympia in Hamburg: 59 Prozent der Deutschen dafür

In knapp einer Woche entscheiden die Hamburger über die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024. Eine SPIEGEL-Umfrage zeigt: Deutschlandweit gibt es eine Mehrheit für die Kandidatur - nur kosten soll sie nichts.

Die Mehrheit der Bundesbürger befürwortet eine Kandidatur Hamburgs für die Sommerspiele 2024. In einer Umfrage des Instituts TNS Forschung für den SPIEGEL sprachen sich 59 Prozent der Befragten für eine Bewerbung der Hansestadt aus, 34 Prozent sind dagegen. Auf die Frage, ob die Bundesregierung Hamburg 6,2 Milliarden Euro an Zuschüssen für Olympia zusagen soll, antworteten jedoch 56 Prozent der Befragten mit Nein und 39 Prozent mit Ja. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Da sich der Deutsche Fußball-Bund um die Austragung der Europameisterschaft 2024 bewerben will, wollte der SPIEGEL wissen, welches Sportevent die Deutschen lieber in ihrem Land sehen würden, wenn sie sich entscheiden müssten. Die Mehrheit präferiert das Fußballturnier (47 Prozent), für Olympia stimmten 39 Prozent.

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Olympia 2024: Aus Nolympia mach Nowlympia
Das Referendum über die Bewerbung findet am 29. November statt, schon jetzt läuft die Briefwahl. Sollte keine einfache Mehrheit zustande kommen, bei der mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten - das sind 259.883 Hamburger - mit Ja stimmen, will sich die Hansestadt aus dem Rennen mit den Konkurrenten Los Angeles, Paris, Rom und Budapest zurückziehen. Das hat der Erste Bürgermeister der Stadt, Olaf Scholz (SPD), angekündigt.

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1.
fleischzerleger 18.11.2015
Weder 47% noch 39% sind für mich Mehrheiten. Auf jeden Fall solch hohen Zahlen, daß Streit programmiert ist. Und bei Kosten und Großprojekten, zumal noch bei solchen, bei denen man den Ausrichtern - UEFA bzw. IOC von vornherein Großteile der Kosten abnimmt, so daß die Bilanz gut aussieht, ist eher Vorsicht angesagt.
2. Ohne Moos nix los
tinomino 18.11.2015
Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz hat beteuert, dass er auch dann die Hamburger Bewerbung für 2024 zurückziehen wird, wenn der Bund die von ihm benötigten 6,2 Mrd EUR nicht zusagt. Die Hamburger Bürger sollen die Olympischen Spiele max. 1,2 Mrd EUR kosten, und keinen Cent mehr. Das sollte der "Deal" sein. Der Bund eiert aber nun herum und gibt keine Zusage in irgendeiner Richtung ab. Das wird er meiner Einschätzung nach auch weiterhin tun. Ich bin gespannt, was passieren wird, wenn das Referendum angenommen wird, und das Datum der ersten bindenden Bewerbungsunterlagen-Einreichung naht, ohne dass die Stadt vom Bund eine verbindliche Zu- oder auch Absage über die Kostenübernahme erhält. Wird Olaf Scholz dann Wort halten und die Bewerbung noch rechtzeitig zurückziehen? Oder wird er einfach alles laufen lassen, und wenn die Kosten in einigen Jahren dann doch von der Stadt allein getragen werden müssen und/oder ins unermessliche steigen, ist er längst nicht mehr zuständig? Allerdings, so genau möchte ich es eigentlich gar nicht wissen. Deshalb appelliere ich an alle Hamburger, dieser finanziellen und sozialpolitischen Wahnsinnsidee mit einem "Nein" im Referendum einen Riegel vorzuschieben.
3. Wir schaffen das!
Dr.Ulrich 18.11.2015
Wir haben es auch geschafft, den Termin der (geplanten!) Fertigstellung der Elbphilharmonie um rund 7 Jahre zu überziehen. Und wir haben es geschafft, die Kosten dafür von ursprünglich 77 Millionen auf fast 800 Millionen ausufern zu lassen. Ich denke, da schaffen wir eine Olympiade ganz locker. Fragt sich zu welchem Preis und zu welchem Termin.
4. Nolympia
SchneiderG 18.11.2015
Stimme mit dem Bild Nr. 4 überein. Nicht wegen Hamburg, sondern grundsätzlich.
5. Kaum zu glauben...
tanreh 18.11.2015
Irgendwie habe ich das Gefühl, das der Artikel eher in der Tradition von 'Ich wünsch mir was' geschrieben worden ist. Zumindest kann ich nicht feststellen, daß in meinem Umfeld jemand diese Spiele befürwortet. Ich finde es in diesem Zusammenhang auch interessant, das eine einfache Mehrheit schon bei 20% beginnt. Ist doch ein schönes Konzept...vielleicht glaubt es auch jemand.
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