NFL-Umfrage Football-Profis sprechen sich für Marihuana-Legalisierung aus

Pro Marihuana: Nach Meinung vieler NFL-Profis sollte die bislang verbotene Substanz erlaubt werden. Ehemalige Spieler engagieren sich bereits öffentlich für die Legalisierung.

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Viele Profis aus der US-amerikanischen Football-Liga NFL haben sich in einer Umfrage des TV-Senders ESPN für die Legalisierung von Marihuana in den USA ausgesprochen: 71 Prozent der 226 Befragten stimmten dafür. Zudem waren 61 Prozent der Auffassung, dass durch die Zulassung der Droge die Verwendung von Schmerzmitteln in der Liga zurückgehen würde.

Marihuana ist in 23 US-Bundesstaaten für den medizinischen Einsatz legal, in der NFL aber nach wie vor verboten. "Es ist erlaubt, wo ich lebe. Aber es ist nicht erlaubt, wo ich arbeite", wurde ein nicht namentlich genannter Profi von "ESPN" zitiert.

Mit Ebon Britton und Eugene Monroe sprachen sich bereits zwei ehemalige NFL-Profis öffentlich für die Legalisierung von Marihuana aus. Britton beendete seine Karriere 2014 bei den Chicago Bears und sagte der "New York Post", dass er einige seiner "besten Spiele im berauschten Zustand" absolvierte.

Monroe sprach sich bereits im März dieses Jahrs für die Legalisierung von Marihuana aus und stieß dadurch eine Debatte an. Seitdem unterstützen ihn unter anderem auch die ehemaligen NFL-Profis Jim McMahon, Jake Plummer sowie der zweimalige Super-Bowl-Gewinner Leonard Marshall.

Der einstige Offensivspieler der Baltimore Ravens ist der Überzeugung, dass Marihuana die Schmerzen der NFL-Profis lindert. "Ich wache morgens auf und mein Rücken, meine Füße, mein Nacken, meine Knie, meine Schultern und meine Schultern tun weh, manchmal spüre ich den Schmerz bis in die Hände. Das erlebe ich jeden Tag", sagte Monroe gegenüber "ESPN".

59 Prozent der befragten NFL-Profis machen sich laut der ESPN-Umfrage Sorgen über langfristige Folgen durch die Einnahme von Schmerzmitteln. 42 Prozent gaben an, dass mindestens ein Teamkollege davon süchtig geworden sei.

mru/sid

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insgesamt 1 Beitrag
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Seite 1
montecristo 02.11.2016
1. Das wäre mal was
Wenn sich mal eine Partei mal dazu durchringen könnte das in den TOP 3 der To Do Liste aufzunehmen, wären das einige Prozentpunkte mehr. Ich rauche kein Marihuana. Warum dies aber immer noch nicht legalisiert wurde, erschließt sich mir nicht.
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