Umstrittener Radprofi Strafermittlungen gegen Armstrong eingestellt

Die US-Staatsanwaltschaft hat die Strafermittlungen gegen den siebenmaligen Tour de France-Gewinner Lance Armstrong eingestellt. Eine Begründung lieferte sie nicht. Dabei waren die Vorwürfe gegen den ehemaligen Radprofi groß.

Ex-Radprofi Armstrong: US-Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein
DPA

Ex-Radprofi Armstrong: US-Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein


Hamburg - Die US-Staatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den ehemaligen Radfahrer Lance Armstrong wegen Verdachts auf Doping eingestellt. Der Fall sei abgeschlossen und es werde keine Anklage erhoben, hieß es in einer Erklärung von Staatsanwalt Andre Birotte. Die Gründe für das Ende der Ermittlungen wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Die Ermittler hatten zuvor nach Beweisen für ein Dopingprogramm in dem Team von Lance Armstrong gefahndet, das zeitweise von der staatlichen Post der USA gesponsort worden war. Der siebenmalige Sieger der Tour de France hatte die Dopingvorwürfe stets zurückgewiesen.

Die Ermittlungen gegen den 41-Jährigen gingen rund anderthalb Jahre und wurden unter anderem von Jeff Novitzky durchgeführt. Anfang 2011 hatte das US-amerikanische Sportmagazin "Sports Illustrated" berichtet, dass Armstrong in den späten 90er Jahren das Epo-ähnliche Medikament Hemassist genommen habe.

Im Mai dann hatte Armstrongs ehemaliger Teamkollege Tyler Hamilton den US-Amerikaner beschuldigt, bei den Tour-Siegen 1999, 2000 und 2001 das Blutdopingmittel Epo verwendet zu haben. "Ich sah Epo in seinem Kühlschrank", so Hamilton. "Ich sah mehr als einmal, wie er es sich gespritzt hat, wie wir alle es gemacht haben, wie ich es viele, viele Male getan habe."

leh/dapd



insgesamt 36 Beiträge
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taschenradio 04.02.2012
1. ...
Ein einziger Witz! Jedenfalls ist der Mann besser im Vertuschen als Jan Ullrich.
tylerdurdenvolland 04.02.2012
2. Nichts neues beim Radsport
Zitat von sysopDie US-Staatsanwaltschaft hat Lance Armstrong*vom Vorwurf*des Dopings freigesprochen - und die Ermittlungen gegen den ehemaligen Radprofi eingestellt. Eine Begründung*lieferte sie*nicht. Dabei waren die Vorwürfe gegen den 41-Jährigen groß. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,813300,00.html
Also: Alles nur leeres Gerede. Beim Radsport ändert sich nichts, gar nichts. Hoffentlich beendet man wenigstens endgültig diese Übertragungen von der Tour de France, die der Gebührenzahler zwangs-finanziert.
Altesocke 04.02.2012
3.
Zitat von sysopDie US-Staatsanwaltschaft hat Lance Armstrong*vom Vorwurf*des Dopings freigesprochen - und die Ermittlungen gegen den ehemaligen Radprofi eingestellt. Eine Begründung*lieferte sie*nicht. Dabei waren die Vorwürfe gegen den 41-Jährigen groß. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,813300,00.html
Ja, nee, schon klar: Ein amerikanischer Hero. Und es ist ja auch schon so lange her, und gar nicht so wichtig, wie jemand, der 'nie illegal gedoped' hat, all die Doping-Gegner dominieren konnte.
ottelor 04.02.2012
4. UmstrittDoping-Ermittlungen gegen Armstrong
... und das ist auch gut so. Er wurde (offiziell) nie positiv getestst, also ist er sauber. Mann sollte sich vielleicht einmal an die Tester oder seine Ärzte wenden. M.E: wird immer nur der Sportler durch die Medien gezogen, aber der kennt sich in der Regel gar nicht damit aus, beschafft und verabreicht sie sich nicht selber und von ihm werden von der Öffentlichkeit Leistungen erwartet, die ein Mensch "ohne" sicher nicht erbringen kann. Das wissen alle, auch die lieben Medienvertreter. Siegt er nicht, wirnd nix übertragen oder berichtet, siegt er, wird scheinheilig nach Doping gefahndet, obwohl alle wissen das das ohne nicht geht. Die Anforderungen, gerade an Radsportler sind unmenschlich!
niska 04.02.2012
5.
Zitat von sysopDie US-Staatsanwaltschaft hat Lance Armstrong*vom Vorwurf*des Dopings freigesprochen - und die Ermittlungen gegen den ehemaligen Radprofi eingestellt. Eine Begründung*lieferte sie*nicht. Dabei waren die Vorwürfe gegen den 41-Jährigen groß. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,813300,00.html
Manche Leute sind eben 'too big to fail'. Ohne einen Saubermann Lance gibts halt weniger Millionen für das Radlbusiness. Ist bei Wulff nicht groß anders.
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