Hamburg - An den vergangenen beiden Tagen hatte das Wetter dafür gesorgt, dass sämtliche Partien der US Open am Dienstag und Mittwoch verschoben werden mussten. Nun hat der Regen aufgehört, dafür ist ein neues Problem hinzugekommen.
Als Andy Roddick und David Ferrer nach zwei Tagen Zwangspause am Donnerstag wieder den Court des Louis-Armstron-Stadions betreten konnten, um ihr zuvor unterbrochenes Achtelfinale fortzusetzen, machte der Hartplatz nicht mehr mit. Durch die Feuchtigkeit der vergangenen Tage hatte sich kurz hinter der Grundlinie ein Riss gebildet, aus dem Wasser kam. Die Verletzungsgefahr für die Spieler war zu groß.
Zunächst lachte Roddick noch. Doch als sich die Unterbrechung zu einer längeren Pause auswuchs, wurde der US-Amerikaner zusehends ungehaltener und verließ wie auch sein Gegner Ferrer verärgert den Platz. Die Fortsetzung des Matches verzögerte sich, weil Oberschiedsrichter Brian Earley sich zunächst beratschlagen musste, und der Platz anschließend notdürftig repariert werden sollte.
Nach rund 75-minütigen Bemühungen, den Riss mit Handtüchern und einem Sauger zu trocken, kehrten Roddick und Ferrer dann gemeinsam mit Earley zurück - aber nur für kurze Zeit. "Warum sind wir jetzt hier? Wie schwer ist es, kein Wasser zu sehen? Sie sind darauf getreten, und nach zehn Sekunden war es wieder da. Ich bin perplex", sagte Roddick zum Oberschiedsrichter und verließ mit Ferrer wieder den Platz.
Allerdings betonte der US-Open-Sieger von 2003: "Wir wollen spielen." Roddick bot einen Umzug auf den wesentlich kleineren Außenplatz 13 an, dorthin wurde das Achtelfinale, das unbedingt am Donnerstag absolviert werden muss, kurzfristig verlegt. Weiteren Verzug können sich die Organisatoren nicht mehr leisten, wenn das Turnier im angestrebten Zeitplan bleiben soll.
Offen blieb, wo Andrea Petkovic ihr Viertelfinale gegen die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki bestreiten soll. Dieses Spiel war ebenfalls im Louis-Armstrong-Stadium angesetzt. Auch die zweite im Turnier verbliebene deutsche Spielerin, Angelique Kerber, kämpft am Abend gegen Flavia Pennetta aus Italien um den Halbfinaleinzug.
Schon vor dem schlechten Wetter hatten zahlreiche Aufgaben bei den diesjährigen US Open für Aufsehen gesorgt. Bereits 14 Spieler beendeten ihre Partien nicht und sorgten damit für einen neuen Rekordwert bei dem Tennisturnier.
Unterdessen haben Titelverteidiger Rafael Nadal und Andy Murray das Viertelfinale erreicht. Der Weltranglisten-Zweite aus Spanien gewann am Donnerstag das tags zuvor im Regen von New York unterbrochene Match gegen den Luxemburger Gilles Muller 7:6 (7:1), 6:1, 6:2. Der Brite Murray setzte sich 6:2, 6:3, 6:3 gegen den Amerikaner Donald Young durch.
mib/dapd/dpa
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