Hamburg - Lance Armstrong hat Chancen auf den Titel "Texaner des Jahres". Diese Auszeichnung könnte der einstige Radprofi von der in Dallas erscheinenden Zeitung "Morning News" erhalten. Nach einer Mitteilung des Blattes erfolgte die Nominierung "nicht für das strahlende Beispiel eines Texaners", sondern als Anerkennung für die Fähigkeit des überführten Dopers, "größtmöglichen Nachrichtenwert" geschaffen zu haben.
Die Zeitung nannte den auf Lebenszeit gesperrten Ex-Radprofi "einen Kämpfer, einen Überlebenden und eiskalten, durchtriebenen Lügner". Die Aufdeckung der Machenschaften des im texanischen Austin lebenden Armstrong, dessen sieben Siege bei der Tour de France aberkannt worden waren, hätten "einen Krater so groß wie Texas" hinterlassen.
Der Fall des Profis Armstrong, der 1997 den Krebs besiegte und danach zu seinem unglaublichen Parforceritt durch Frankreich ansetzte, hätte die Gefahren "blinder Heldenverehrung" aufgezeigt, hieß es in der Zeitung. Neben Armstrong stehen acht weitere Finalisten zur Wahl.
Ende August hatte die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur Usada die Aberkennung alle sieben Tour-de-France-Titel Armstrongs gefordert. Diesem Antrag entsprach zwei Monate später der Radsport-Weltverband UCI. Im Anschluss hatten sich diverse Sponsoren vom Amerikaner abgewendet.
joe/dpa
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