US-Open Das große Scheitern

Die deutschen Tennisprofis machen bei den US Open weiter keine gute Figur. Am zweiten Turniertag schieden Lars Burgsmüller, Nina Dübbers und Greta Arn aus. Damit ist von den 16 gestarteten Deutschen bereits die Hälfte raus.


New York - Bei seiner dritten Teilnahme in Flushing Meadows unterlag Burgsmüller dem Schweizer Nachwuchsstar Roger Federer am Dienstag erwartet mit 4:6, 4:6, 4:6. Der Essener, der bei den Australian und French Open jeweils die dritte Runde erreicht hatte, nutzte gegen die Nummer 13 der Setzliste seine Chancen nicht. Allein im zweiten Satz besaß Burgsmüller neun Möglichkeiten, dem 20 Jahre alten Viertelfinalisten der French Open und von Wimbledon den Aufschlag abzunehmen.

Statt selbst das Break zum 5:3 zu schaffen, gab der 72. der Weltrangliste sein Service zum 4:5 ab. Den möglichen Ausgleich zum 5:5 vergab Burgsmüller anschließend dreimal. Federer bedankte sich mit dem Gewinn des zweiten Satzes, schaffte auch im dritten Durchgang das Break zum 5:4 und beendete nach 2:03 Stunden das Match. Dort hatte am Vortag Nicolas Kiefer aufgegeben. Der Holzmindener flog am Dienstag zurück nach Deutschland, wo er sich nach seinem Schwächeanfall während der Partie gegen Rainer Schüttler zu Hause noch einmal genau untersuchen lassen will.

Als erste Deutsche waren am Dienstag Nina Dübbers und Greta Arn ausgeschieden. Die in der Qualifikation gescheiterte Düsseldorferin, als "Lucky Loser" doch noch ins Hauptfeld gekommen, machte beim 1:6, 0:6 gegen Wynne Prakusya aus Indonesien den Anfang. Achtbarer zog sich die 21 Jahre alte Qualifikantin Nina Dübbers bei ihrer Grand-Slam-Premiere aus der Affäre. Die Weltranglisten-221. aus Leimen hielt beim 3:6, 3:6 gegen die 203 Ränge besser platzierte Französin Sandrine Testud zumindest einigermaßen mit.

In der ersten "Evening Session" am Montag hatte Anca Barna aus Nürnberg sogar einen Satz gegen Serena Williams aus den USA gewonnen, scheiterte letztlich aber mit 6:4, 1:6, 2:6 an der Siegerin von 1999. Auch die 18 Jahre jungen Nachwuchshoffnungen Bianka Lamade und Martina Müller verabschiedeten sich aus dem Turnier.

Der Weltranglistenzweite Andre Agassi machte vor 20.000 Fans beim 6:4, 6:1, 6:0 kurzen Prozess mit seinem US-Landsmann Mike Bryan.



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