Erfolg nach 2:59 Stunden Djokovic besiegt seinen Gegner und die Hitze

Marton Fucsovics spielte lange nah an der Perfektion, dann drehte Novak Djokovic auf: Der Serbe hat mit Mühe die zweite Runde der US Open erreicht. Alexander Zverev hatte keine Probleme mit den hohen Temperaturen.

Novak Djokovic
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Novak Djokovic


Wimbledonsieger Novak Djokovic hat sich in die zweite Runde der US Open gekämpft. Der kurzzeitig sichtlich unter der Hitze leidende Serbe gewann gegen den Ungarn Marton Fucsovics nach 2:59 Stunden 6:3, 3:6, 6:4, 6:0. In New York waren am Dienstagnachmittag 36 Grad bei extremer Luftfeuchtigkeit. Dank der Hitzeregel durften beide Spieler nach dem dritten Satz zehn Minuten pausieren.

"Wir hatten offensichtlich beide Probleme, erst gegen Ende des dritten Satzes ging es bei mir etwas besser", sagte Djokovic: "Davor war es nur ein Überlebenskampf. Ich habe gebetet, dass ich mich bald besser fühle." Der 31-Jährige hatte im dritten Durchgang mit einem Break in Rückstand gelegen, drehte die Partie jedoch noch.

Djokovic, der in der nächsten Runde auf den US-Amerikaner Tennys Sandgren trifft, gehört nach dem Gewinn seines 13. Grand-Slam-Titels und dem Triumph beim Masters in Cincinnati zu den Top-Favoriten auf den Sieg in Flushing Meadows. Hier stand er bereits siebenmal im Finale, 2011 und 2015 gewann er das Turnier. Im vergangenen Jahr hatte Djokovic in New York wegen einer Ellbogenverletzung gefehlt.

Alexander Zverev in New York
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Alexander Zverev in New York

Weniger Probleme als Djokovic hatte Deutschlands Titel-Hoffnung Alexander Zverev. Der Weltranglistenvierte gewann gegen den Kanadier Peter Polansky 6:2, 6:1, 6:2. Zverevs Grand-Slam-Bilanz liest sich in diesem Jahr - gemessen an seinen Ansprüchen - durchwachsen. Drittrundenaus in Melbourne, Viertelfinal-Niederlage in Paris und Drittrundenaus in London. Bei den US Open zählt er dennoch wieder zum erweiterten Favoritenkreis.

Ebenfalls eine Runde weiter ist der Halbfinalist der Australian Open, Hyeon Chung. Der Südkoreaner profitierte von einer verletzungsbedingten Aufgabe von Ricardas Berankis im vierten Satz. Aus deutscher Sicht glückte Jan-Lennard Struff der Sprung in die zweite Runde. Der 27-Jährige gewann 7:6, 6:4, 6:3 gegen Tim Smyczek.

bam



insgesamt 3 Beiträge
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kopi4 29.08.2018
1.
Nur damit die Erwartungen an Zverev nach dem deutlichen Sieg nicht zu hoch werden: Polansky hat 2018 was einmaliges geschafft:bei allen vier Majors in der Quali ausgeschieden, bei allen vier trotzdem als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht. Das er dann jeweils in der ersten Runde ausschied und nur 2010 überhaupt ein Spiel bei einem Grand Slam gewann rundet die Sache ab. Danke an Matthias Stach, so etwas erfährt man en Passant wenn er, der beste deutsche Tennis-Kommentator, am Mikro sitzt.
kloppskalli 29.08.2018
2. diesmal klappts
ich hab so ein gefuehl dass es fuer Sascha Zverev dismal weit gehen koennte, Viertelfinale gegen Marin Cilic wird der erste wirklich schwere Gegner, dann moeglicherweise Halbfinale gegen Djokovic. Ich wuerds ihm goennen, auch wenn man hin und wieder denkt er sei arrogant. Ich vermute das ist einfach nur gesundes Selbstvertrauen bzw Wissen um die eigene Staerke. Schaun mer mal was er dieses Mal aus seinen Faehigkeiten macht.
jean-baptiste-perrier 29.08.2018
3. Stach ist vom Fach!
kopi4 hat geschrieben: "Danke an Matthias Stach, so etwas erfährt man en Passant wenn er, der beste deutsche Tennis-Kommentator, am Mikro sitzt." --------------- Zitat Ende ---------------- Das unterschreibe ich! Stach bräuchte auch keinen Becker an seiner Seite, sondern war allein schon immer sehr gut. Die Kombo Stach-Becker funktioniert mittlerweile auch recht gut. Das einzige was mich bisher (!) an den beiden stört: Sobald die beiden ein Spiel von Angelique Kerber kommentieren, geht es am Ende verloren (bislang!): wie das Halbfinale in Melbourne oder das Viertelfinale in Paris. Das sollte sich bitte ändern!
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