US Open Federer bringt den Ball auch am Netz vorbei noch ins Feld

Roger Federer ist gegen Nick Kyrgios ins Achtelfinale der US Open eingezogen. Das ist die eine Nachricht. Die viel bessere Geschichte erzählt von einem Tennisstar, der auch diese unmöglichen Bälle spielt.

Roger Federer
AFP

Roger Federer


Es gibt Bälle im Tennis, die gibt es eigentlich nur von einem Spieler zu sehen: Es lief die dritte Runde der US Open. Roger Federer gegen Nick Kyrgios. Und beim Stand von 6:4, 6:1, 3:3, Vorteil Kyrgios - der Australier hatte den Ball gerade weit nach außen gespielt - brachte Federer das Kunststück fertig, den Ball am Netzpfosten vorbei noch ins Feld zu bringen.

Kyrgios und die Fans im Arthur-Ashe-Stadium konnten es nicht glauben. Federer aber schmunzelte nur leicht. Es war schließlich nicht das erste Mal, das ihm dieser Schlag gelungen war.

Federer war darauf eingestellt, dass Kyrgios nicht den naheliegenden Spielzug wählte, sondern einen viel schwierigeren. "Und darin ist er sehr gut. Er hätte eigentlich eine normale Vorhand in den offenen Platz spielen müssen. Stattdessen hat er diese Art Stopp gewählt, der ihn am Ende das Match gekostet hat", sagte der Schweizer, nachdem er auch den dritten Satz 7:5 gewonnen hatte.

"Ich habe versucht, ihm zu sagen, dass der Ball nicht so gut war", witzelte Kyrgios, als er gefragt wurde, was er Federer danach habe sagen wollen. "Das war fast irreal. Ich war fast an dem Punkt, wo ich wollte, dass er solche Bälle spielt. Das habe ich dann bekommen."

Federer spielt nun am Montag gegen John Millman um den Einzug ins Viertelfinale. Der Weltranglistenzweite hatte die US Open von 2004 bis 2008 fünfmal nacheinander gewonnen, wartet allerdings seit zehn Jahren auf seinen sechsten Titel in Flushing Meadows.

sak/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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kopi4 02.09.2018
1. Danke,Nick
Kyrgios ist ein spezieller Typ. Bälle für die Galerie oder ein Spiel zum Showmatch machen ist wohl seine Art. Kann spektakulär sein wie gestern oder in einem lustlos abgeschenkten Spiel enden.
stoff77 02.09.2018
2. Um den Netzpfosten herum,
das ist wirklich sehr selten! McEnroe hat einmal ein Finale gegen Lendl damit beendet (und gewonnen), dass er einen Ball zwischen Netzpfosten und Netz hindurch gespielt hat. Der Punkt hätte in dem Fall eigentlich an Lendl gehen müssen - der Schiedsrichter hatte es aber offenbar nicht erkannt: https://youtu.be/h04fNS0firM
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