Skurriler Vorfall bei den US Open Schiedsrichter steigt vom Stuhl und hält Motivationsrede für Kyrgios

So eine Szene sieht man im Tennis selten: Bei den US Open stieg ein Schiedsrichter von seinem Hochstuhl, um Nick Kyrgios aufzumuntern. Laut Verband hat sich der Referee Sorgen um die Gesundheit des Australiers gemacht.

Nick Kyrgios
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Nick Kyrgios


Eine skurrile Szene hat bei den US Open für Gesprächsstoff gesorgt: In der Partie zwischen dem Australier Nick Kyrgios und Pierre-Hugues Herbert aus Frankreich stand es bereits 4:6, 0:3 aus der Sicht von Kyrgios, als Schiedsrichter Mohamed Lahyani vom Stuhl stieg und sich den Australier zur Brust nahm.

Seine fast einminütige Motivationsrede war live im Fernsehen zu sehen, er beugte sich über Kyrgios und sprach eindringlich auf ihn ein. "Ich will dir helfen. Ich weiß, das bist du nicht", sagte Lahyani dem hochtalentierten 23-Jährigen, der manchmal lustlos wirkt und dem immer wieder vorgeworfen wird, Spiele absichtlich abzuschenken.

Lahyani hatte offenbar die richtigen Worte gefunden: Kyrgios zeigte sich verändert, kämpfte sich zurück in die Partie und gewann das Zweitrundenmatch schließlich 4:6, 7:6 (8:6), 6:3, 6:0. "Er (Lahyani, d.Red.) war besorgt über die Art und Weise, wie ich spiele. Er hat gesagt, dass das kein gutes Bild für den Sport abgibt", sagte Kyrgios. Lahyani habe ihm definitiv nicht geholfen oder Tipps gegeben. Von Coaching zu sprechen, sei lächerlich.

Der US-Amerikanische Tennisverband Usta untersuchte die Vorkommnisse und gab ein Statement heraus. Demnach habe Lahyani gedacht, Kyrgios brauche medizinische Betreuung und war deshalb vom Stuhl gestiegen. Außerdem habe er ihn gewarnt, dass er Maßnahmen ergreifen müsse, wenn Kyrgios weiterhin sein lustloses Verhalten an den Tag lege.

Kyrgios trifft in der dritten Runde auf den Schweizer Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer, der gegen den Franzosen Benoit Paire 7:5, 6:4, 6:4 gewann.

bka/AP/Reuters/sid/dpa



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