US-Schwimmstar Ryan Lochte wegen Dopingverstoßes gesperrt

US-Schwimmer Ryan Lochte hat gegen Dopingrichtlinien verstoßen und wurde für über ein Jahr gesperrt. Dabei hat er gar keine verbotenen Substanzen zu sich genommen.

Ryan Lochte
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Ryan Lochte


Ryan Lochte ist von der US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada 14 Monate gesperrt worden. Der Grund für die Sanktion: Lochte hatte eine intravenöse Infusion bekommen. Der zwölffache Olympia-Medaillengewinner hatte die Behörden im Mai mit einem Post in den sozialen Medien, auf dem der Verstoß zu sehen war, selbst auf die Fährte gebracht.

Laut des US-Schwimmverbands hat Lochte keine verbotene Substanz zu sich genommen, jedoch alleine durch die Infusion selbst gegen geltende Dopingrichtlinien verstoßen. Intravenöse Injektionen sind demnach nur unter medizinischer Notwendigkeit zulässig, was bei Lochte offenbar nicht der Fall war.

Der 33-Jährige verpasst damit die nationalen US-Meisterschaften, die in dieser Woche in Kalifornien stattfinden, sowie weitere große Wettkämpfe. Bereits 2016 musste Lochte eine zehnmonatige Sperre hinnehmen, nachdem er während der Olympischen Spiele in Rio betrunken in einer Tankstelle randaliert haben soll.

paw/Reuters



insgesamt 3 Beiträge
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Gipsel 23.07.2018
1. Verbotene Substanz ist eben gar nicht nötig
Die Anti-Doping-Richtlinien definieren auch verbotene Methoden. Darunter fällt dann z.B. das altbekannte Blutdoping, bei dem auch keine verbotenen Substanzen zum Einsatz kommen, und allgemein eben jede Infusion von mehr als 50ml (egal, was es ist) ohne zwingenden medizinischen Grund (für die es dann vorher eine Ausnahmegenhmigung geben muß, wenn es kein Notfall ist). Und man kann auch gesperrt werden, wenn ein anomales Blutprofil vorliegt, welches auf Doping hindeutet (und der Sportler keine schlüssige Erklärung dafür vorlegt), auch ohne das jemals irgendeine verbotene Substanz nachgewiesen wurde.
hman2 24.07.2018
2. Wer soll das glauben?
Kein Spitzensportler wird sich eine Infusion setzen lassen, wenn sie gar nicht notwendig ist. Schon gar nicht, wenn das gar nicht erlaubt ist. Wer soll also das Märchen glauben?
extra330sc 24.07.2018
3. Und wenn er sich nur Cola injiziert hätte...
....müsste er wegen mehrfach erwiesener Dummheit lebenslang gesperrt werden. Und die Story mit Vitaminen und erkrankter Familie stinkt doch zum Himmel. Das hat schon was von verseuchtem Grillfleisch und manipulierten Zahnpastatuben. Seltsam, dass hier keine Kommentare erscheinen, die unter jedem Radsportartikel zu dutzenden ihren immergleichen Mist von sich geben, weil ja nur der Radsport ein Dopingproblem hat.
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