Laureus-Verleihung: Bolt ist Weltsportler des Jahres
Usain Bolt kann nicht nur auf der Laufbahn überzeugen: Der jamaikanische Sprinter ist zum dritten Mal zum Weltsportler des Jahres gewählt worden. Auch Deutschlands Golfstar Martin Kaymer wurde bei den Laureus World Sports Awards in Rio de Janeiro zum zweiten Mal ausgezeichnet.
Hamburg - Jamaikas Sprint-Star Usain Bolt ist mit dem Laureus World Sports Award ausgezeichnet worden. Der sechsfache Olympiasieger erhielt am Montag in Rio de Janeiro den Preis des "Weltsportlers des Jahres" 2012. Der 26-Jährige, der bereits 2009 und 2010 gewonnen hatte, war selbst nicht vor Ort, bedankte sich aber in einer Videobotschaft. Auch Formel-1- Weltmeister Sebastian Vettel war für diese Kategorie nominiert gewesen.
Der Mannschaftspreis ging an die Golfer des europäischen Ryder-Cup-Teams mit Martin Kaymer. In einem spannenden Finale hatte Kaymer die europäische Mannschaft beim 39. Ryder Cup im Herbst 2012 in Medinah zum nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg gegen die USA geführt. Bei der feierlichen Award-Verleihung vor 900 Gästen im Theatro Municipal in Brasilien fehlte Kaymer allerdings ebenfalls.
Anwesend war dagegen der zweimalige Windsurf-Weltmeister Philip Köster, der in der Action-Sparte zum zweiten Mal in Folge scheiterte. Den Preis bekam Extremsportler Felix Baumgartner aus Österreich, der im Vorjahr mit seinem spektakulären Sprung aus dem All für Schlagzeilen gesorgt hatte. Bei den Frauen ging der Titel an die britische Mehrkampf-Olympiasiegerin Jessica Ennis.
Der Deutschland-Achter, nominiert in der Kategorie Comeback des Jahres, unterlag nach der Vorauswahl durch Sportjournalisten gegen Felix Sanchéz. Der Sprinter aus der Dominikanischen Republik hatte bei den Olympischen Spielen in London über 400 m Hürden überraschend Gold gewonnen. Das war ihm bereits acht Jahre zuvor in Athen gelungen.
Die US-Schwimmlegende Michael Phelps wurde für seine insgesamt 22 Olympia-Medaillen mit dem Sonderpreis für außergewöhnliche sportlichen Leistungen geehrt. Die weiteren Ehrungen gingen an Tennisprofi Andy Murray (Schottland) für den Durchbruch des Jahres und Daniel Dias aus Brasilien für den Behindertensportler des Jahres. Zudem wurde Sebastian Coe, Chef-Organisator der Olympischen Spiele in London, für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
In 14 Jahren wurden bislang nur fünf Deutsche mit dem Laureus Award geehrt. Erster war der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher 2002 und erneut 2004. Ihm folgten jeweils 2007 Martin Braxenthaler als Behindertensportler und das für sein Lebenswerk geehrte Fußball-Idol Franz Beckenbauer. 2011 siegten Kaymer und Paralympics-Siegerin Verena Bentele.
psk/dpa
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