Hamburg - Die Vendée Globe wird ihrem Ruf als härteste Segel-Regatta der Welt gerecht. Anderthalb Wochen nach dem Beginn des Regatta-Klassikers sind von den 20 gestarteten Einhand-Weltumseglern nur noch 15 im Rennen - nie zuvor waren so viele Boote so früh ausgeschieden.
Als fünfter Skipper musste am Montag der Franzose Jérémie Beyou auf Höhe der Kapverden aufgeben. Seine Yacht "Maitre Coq" hatte technische Probleme mit der Kielhydraulik. Zuvor hatten bereits die Skipper Marc Guillemot, Kito de Pavant und Louis Burton sowie zuletzt auch die einzige Teilnehmerin, Samantha Davies, das Rennen beenden müssen.
Durchschnittlich lag die Ausfallquote bei den ersten sechs Auflagen der Vendée Globe seit der Premiere 1989/1990 bei 49 Prozent. Zuletzt jedoch war die ohnehin hohe Quote noch angestiegen: Bei der sechsten Auflage 2008/2009 waren mit 18 Skippern deutlich mehr ausgeschieden als am Ende ins Ziel kamen (12), was einer Ausfallquote von 60 Prozent entspricht.
Bei der aktuellen Vendée Globte dürfte dieser Wert wohl erneut überboten werden. Ein Viertel der Teilnehmer sind schon nicht mehr Rennen, dabei ist erst gut ein Achtel der Rennstrecke absolviert.
Die Führung verteidigte derweil auf der 24.050 Seemeilen langen Strecke um das Kap der Guten Hoffnung, das Kap Leuwin und das Kap Hoorn der französische Favorit Armel Le Cléac'h auf "Banque Populaire" vor seinen Landsleuten François Gabart auf "Macif" und Jean-Pierre Dick auf "Virbac Paprec 3". Die ersten Open-60-Yachten werden Anfang Februar im Start- und Zielhafen Les Sables D'Olonne zurückerwartet.
leh/dpa
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Segeln | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH