Vierschanzentournee: DSV-Athleten enttäuschen beim Auftaktspringen

Schwache Leistung der deutschen Skispringer: Beim ersten Stopp der Vierschanzentournee in Oberstdorf landete Pascal Bodmer als bester DSV-Starter auf Platz zwölf - Martin Schmitt patzte. Am Ende triumphierte Andreas Kofler aus Österreich und verwies Rekordgewinner Janne Ahonen auf Rang zwei.

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Tourneeauftakt: Tiefflug der deutschen Springer
Hamburg - Pascal Bodmer ist beim Auftaktspringen der 58. Vierschanzentournee in Oberstdorf auf Platz zwölf gelandet. Der 18-Jährige erhielt als Bester eines enttäuschenden deutschen Teams 226,9 Punkte für Sprünge auf 118,5 Meter und 122 Meter. Martin Schmitt belegte nur Platz 23 (115,5/108,0). Es war das schlechteste Teamergebnis der Athleten des Deutschen Ski Verbandes (DSV) bei der Tournee seit Einführung des K.o-Springens 1992.

"Das war der schlechtmöglichste Auftakt für uns. Man muss bei diesen Bedingungen sehr präzise springen, das ist uns nicht gelungen. Wir werden es bei der nächsten Station aber besser machen", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Auch Schmitt zeigte sich unzufrieden: "Das Teamergebnis ist sicherlich ausbaufähig. Natürlich sind wir sehr enttäuscht."

Den Sieg am Schattenberg holte sich der Österreicher Andreas Kofler mit 265,2 Punkten und Sprüngen über 125,0 und 134,0 Meter vor dem finnischen Tournee-Rekordgewinner Janne Ahonen bei dessen Comeback (253,3) und seinem Teamkollegen Thomas Morgenstern (250,3). Die als Tournee-Favoriten angetretenen Simon Ammann (Schweiz/5.) und Gregor Schlierenzauer (Österreich/9.) schafften es überraschend nicht aufs Podest.

Michael Neumayer, Michael Uhrmann, Juniorenweltmeister Andreas Wank, Stephan Hocke und Richard Freitag waren bei schwierigen Windbedingungen bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. "Die Tournee ist vorbei, da kann ich einen Haken hinter machen", sagte Uhrmann nach dem Wettkampf. Der 31-Jährige kam gerade einmal auf 93,5 Meter.

Neustart nach 20 Springern - zweite Chance für Schmitt

Das Auftaktspringen war wegen schlechter Witterungsbedingungen nach 20 Springern abgebrochen und mit verlängertem Anlauf neu gestartet worden. Regen und wechselnde Winde hatten einen regulären Wettkampf unmöglich gemacht.

Durch den Neustart erreichte auch Schmitt die zweite Runde. Zuvor hatte er das Duell mit dem Österreicher Martin Koch (103 Meter) verloren. Der 31-Jährige war nur auf 96 Meter gekommen. "Ich habe mich hier von Anfang an sehr schwergetan. Ich musste mich extrem auf die einzelnen Dinge konzentrieren, im zweiten Sprung hat mir dann vielleicht etwas die Kraft gefehlt", sagte der Vizeweltmeister.

Das zweite Springen findet am 1. Januar 2010 in Garmisch-Partenkirchen statt (Liveticker SPIEGEL ONLINE) statt, danach gastiert die Tournee noch in Innsbruck und Bischofshofen.

jok/sid

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insgesamt 4 Beiträge
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1. Auf Schalke
Liberty Valence 30.12.2009
Es wird Zeit, daß das Stadion auf Schalke eine Skisprung-Schanze erhält. Man kann ja den Anlauf-Turm draußen lassen. Gesprungen wird dann ins Stadion.
2. thing on a spring
jot-we 30.12.2009
Wenn man mal die deutschen Herren Adler so mit den österreichischen vergleicht, fällt einem - und das nun wirklich schon seit Jahren - ganz besonders eins auf: eine gewisse Dödelhaftigkeit der Altleistungsträgerriege, also der Sportkameraden Schmitt, Uhrmann, Hocke. Was diese doch eigentlich noch jungen Menschen heute schon in der Lage sind, in die Kameras und Mikrofone zu knarzen und zu raunzen, zu knödeln und zu knautschen, zu grienen und zu greinen, ist mit Worten kaum noch zu beschreiben. Wenn es einen sportlichen Tatbestand "Bundesskisprungbeamter" gäbe - diese drei hätten es sich wahrlich verdient gemacht um den Vollversorgungsstandort Deutschland. Haben sie andererseits aber natürlich auch so - denn die Langzeitperspektive "15 Jahre Skispringen und dann in Rente" dürften sie bei so manchem Jugendlichen schon nachhaltig implementiert haben ...
3. ...
tylerdurdenvolland 31.12.2009
Für einen Sport Liebhaber ist es eine der schwersten Fragen welche "Sport"art denn wohl die Absurdeste sei. Formel 1, oder doch, Skispringen. Mit einem Affenzahn im Kreis rumfahren wird dabei wohl nur auf Platz zwei kommen, denn die Teilnehmer verdienen damit ja Millionen, ganz blöd ist es also nicht. Vor ein paar Jahren habe ich zum letzten Mal Skispringen angeschaut und obwohl man den Mut bewundern muss, konnte einem beim aufmerksamen Betrachten doch nicht verborgen bleiben, dass der Ausgang des Springens keinswegs vom Können des Springers selber abhing, sondern AUSNAHMSLOS und IMMER von den Windverhältnissen beim Absprung. Wem das nicht zu blöd ist, dafür Stunden vor der Gölotze zu verbringen... bitte---
4. Humbug
longboardsoldier 04.01.2010
Zitat von tylerdurdenvollandVor ein paar Jahren habe ich zum letzten Mal Skispringen angeschaut und obwohl man den Mut bewundern muss, konnte einem beim aufmerksamen Betrachten doch nicht verborgen bleiben, dass der Ausgang des Springens keinswegs vom Können des Springers selber abhing, sondern AUSNAHMSLOS und IMMER von den Windverhältnissen beim Absprung. Wem das nicht zu blöd ist, dafür Stunden vor der Gölotze zu verbringen... bitte---
Also ich habe ja schon viel Quatsch gelesen aber das ist die #1 in einer langen Zeit. Wie erklaeren Sie sich dann das bestimmte Springer konstant bessere Leistungen als andere bringen, oft ueber Jahre und manchmal ueber Jahrzehnte hinweg. Konstantes Glueck? Wenn den Trainern und Springern Ihre geistreiche Einschaetzung vor dem Fernseher auch aufgefallen waere, dann wuerden die sicher eher Lotto spielen. Ich empfehle weiterhin eine Beurteilung der Weltgeschichte vom sicheren Sofa Platz, ist wohl besser! p.s. kein Skisprung Fan
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