Volvo Ocean Race Britischer Segler stürzt ins Meer

Tragischer Zwischenfall bei der Segelregatta Volvo Ocean Race: Der Brite John Fisher ist von einer Welle von Deck gespült worden. Trotz eines Überlebensanzugs gelten seine Überlebenschancen als gering.

John Fisher
AP/ Jeremie Lecaudey/ Volvo Ocean Race

John Fisher


Auf der siebten Etappe des Volvo Ocean Race ist nahe der Grenze zum Südpolarmeer ein Mann über Bord gegangen. Das teilten die Organisatoren des Segelrennens mit. Im Sturm war der mit einem Überlebensanzug bekleidete Brite John Fisher vom Team Sun Hung Kai/Scallywag aus Hongkong von einer Welle von Deck gespült worden. Der Unfall geschah rund 1400 Seemeilen entfernt von Kap Hoorn. Seine Überlebenschancen gelten als gering.

"Wir müssen anerkennen, dass die Chancen einer erfolgreichen Bergung abnehmen", gab die Rennorganisation in einem Statement bekannt. Es herrschten stark herausfordernde Bedingungen mit 35 Knoten Wind, fünf bis zehn Meter hohen Wellen und einer einstelligen Wassertemperatur.

Nach dem Unglück hatte das Team Sun Hung Kai/Scallywag den Veranstalter verständigt. Bei einbrechender Nacht musste die Crew die eingeleitete Rettungsaktion wegen der lebensgefährlichen Bedingungen allerdings abbrechen und nahm Kurs auf die etwa 1200 Seemeilen entfernte Küste Südamerikas. Die Organisatoren leiteten anschließend ein etwa 400 Seemeilen entferntes Schiff zum Unglücksort. Die chilenische Küstenwache will auch noch weitere Schiffe in der Gegend um Hilfe bitten.

Bereits im Januar war es bei dem Rennen zu einer Tragödie gekommen. Auf der vierten Etappe kam ein Crewmitglied eines chinesischen Fischereischiffs bei einer Kollision mit dem amerikanisch-dänischen Team Vestas 11th Hour Racing ums Leben.

ehh/dpa/sid



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