Volvo Ocean Race Die "Illbruck" schreibt Geschichte

Die "Illbruck" hat es geschafft. Als erste deutsche Yacht sicherte sich das Boot aus Leverkusen den Gesamtsieg beim "Volvo Ocean Race", dem härtesten und schwersten Segelrennen der Welt.


Die siegreiche "Illbruck" beim Start der letzten Etappe in Götbeorg
AP

Die siegreiche "Illbruck" beim Start der letzten Etappe in Götbeorg

Kiel - Die "Illbruck" erreichte am Sonntagabend den Zielhafen Kiel und machte mit dem zweiten Platz auf der neunten und letzten Etappe der Weltumsegelung den Triumph perfekt. "Das ist der helle Wahnsinn", freute sich Tony Kolb. Der Münchner war der einzige deutscher Segler an Bord der grün-weißen Hightech-Yacht, auf der Segelprofis aus fünf Ländern fuhren.

Die schwedische "Assa Abloy", die als einzige der acht teilnehmenden Yachten beim Start der 250 Seemeilen langen Schlussetappe von Göteborg nach Kiel noch Siegchancen hatte, kam später als die "Illbruck" ins Ziel und musste sich nach insgesamt 32.700 Seemeilen (60.560 Kilometer) mit dem zweiten Platz begnügen.

Vier Etappensiege für die "Illbruck"

Die "Illbruck"-Crew um den US-Skipper John Kostecki schaffte auf den neun Etappen gleich vier Siege. Die "Assa Abloy" gewann drei Teilstücke. "Ein Traum ist wahr geworden", jubelte Eigner Michael Illbruck, der rund 20 Millionen Euro in die Kampagne investiert hatte. Rund 50.000 Menschen in Kiel begrüßten die Schiffe, die wegen schwacher Winde auf der Ostsee mit Verspätung eingetroffen waren.

Das "Volvo Ocean Race", das aus dem "Whitbread Race" hervorging, wird seit 1973 ausgetragen. Deutsche Boote hatten in der 30-jährigen Geschichte des Segelabenteuers jedoch nie etwas mit dem Sieg zu tun. Die Auflage 2001/2002 des Rennens war am 23. September vergangenen Jahres im englischen Southampton gestartet worden.



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