WBA-WM im Schwergewicht: Powetkin verteidigt Titel und fordert Wladimir Klitschko

Profi-Boxer Alexander Powetkin hat seinen WM-Titel im Schwergewicht nach Version der WBA erfolgreich verteidigt. Der Russe bezwang Herausforderer Hasim Rahman durch technischen K.o. in der zweiten Runde und hat sich das Recht erkämpft, gegen Wladimir Klitschko in den Ring zu steigen.

Schwergewichts-Boxen: Powetkin mit Power, Rahman ratlos Fotos
DPA

Hamburg - Boxweltmeister Alexander Powetkin aus dem Sauerland-Stall behält seinen WBA-Titel im Schwergewicht. Der 33 Jahre alte Russe besiegte Herausforderer Hasim Rahman aus den USA in Hamburg durch technischen K.o. in der zweiten Runde. Powetkin ist damit Pflichtherausforderer von WBA-Superchampion Wladimir Klitschko.

Eigentlich ist der Ukrainer der wahre Weltmeister der WBA, doch der Verband hatte ihn im vergangenen Jahr zum Superchampion ernannt. Dadurch konnte sich Powetkin den WM-Titel sichern. Der Kampf zwischen den beiden Boxern soll im März oder April des kommenden Jahres stattfinden.

Powetkin war dem Herausforderer deutlich überlegen. In der zweiten Runde deckte der Olympiasieger von 2004 den US-Amerikaner mit einem Schlaghagel ein, woraufhin der Ringrichter das ungleiche Duell abbrach. Positiv ausgewirkt hat sich offensichtlich, dass der frühere Halbweltergewichts-Weltmeister Kostya Tszyu das Training Powetkins übernommen hat.

In Powetkins makelloser Profi-Bilanz stehen nunmehr 25 Siege, es war seine dritte erfolgreiche Titelverteidigung. Zuletzt hatte er im Februar gegen seinen Stallgefährten Marco Huck umstritten nach Punkten gewonnen. Der 39 Jahre alte Rahman, der schon mit den früheren Weltmeistern Lennox Lewis und Evander Holyfield sowie mit Wladimir Klitschko im Ring gestanden hatte, musste die achte Niederlage im 61. Kampf hinnehmen.

In einem weiteren Kampf behauptete sich der für Sauerland boxende Europameister Kubrat Pulew aus Bulgarien gegen den Russen Alexander Ustinow. Pulew besiegte den 2,02 Meter großen und 138,6 Kilogramm schweren Rivalen durch K.o. in der elften Runde. Als internationaler Schwergewichtsmeister der IBF kann er demnächst auch Wladimir Klitschko herausfordern.

jar/dpa/sid

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Beim Boxen ist die Stellung der Kämpfer ausschlaggebend, dazu kommen in der Regel drei verschiedene Schlag-Varianten zum Einsatz. Diese werden untereinander beliebig zu sogenannten Schlag-Kombinationen zusammengefügt. Ebenfalls ein probates Mittel ist das Klammern, um sich aus ungünstigen Situationen zu befreien.

  • Auslage: Unter der Auslage eines Boxers versteht man die Stellung und Richtung zum Gegner. Die Kämpfer stehen dabei einander nicht frontal, sondern versetzt gegenüber, wobei diejenige Hand, die dem Gegner näher ist, als Führhand, die hinten liegende Hand als Schlaghand bezeichnet wird. Da die meisten Menschen Rechtshänder sind, gilt die Linksauslage als normal und wird meistens Normalauslage genannt. Bei ihnen stehen linkes Bein und linke Hand näher zum Gegner - in der Rechtsauslage entsprechend andersherum.

    Jab: Eine abrupt geschlagene Gerade mit der Führhand. Der Schlag hat zumeist den Kopf zum Ziel. Der Jab zählt dabei nicht zu den stärksten Schlägen, nur selten geht ein Boxer nach einem einzelnen Jab zu Boden.

    Cross: Eine Gerade, die mit der Schlaghand geschlagen wird. Die Schlaghand wird vom Kinn auf einer geraden Linie ins Ziel geführt. Die Führhand wird dabei zurückgenommen, um das Kinn zu schützen. Der Cross ist ein sogenannter Powerpunch.

Haken: Ein Schlag, bei dem zwischen Kopf- und Körperhaken unterschieden wird. Zum Einsatz kommt der Haken beim Boxen in der Halbdistanz. Der Schlag eignet sich vor allem als K.o.-Schlag, da er zumeist von der Seite kommt und so durch die Deckung des Gegners geht.

Klammern: Eine taktische Maßnahme, um sich eine Pause zu verschaffen oder sich aus einer ungünstigen Position zum Gegner zu befreien. Der Ringrichter muss die Kontrahenten aus der Klammerung trennen, so dass eine neue Kampf-Situation entsteht. Klammern stellt einen Regelverstoß dar, der aber aufgrund der Häufigkeit oft geduldet wird. Ab einem gewissen Grad wird das Vergehen jedoch mit Verwarnungen und damit mit Punktabzügen bestraft.