Hamburg - Athletenförderung, Gelderverteilung, mangelnde Basisnähe: Eigentlich hätte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) genug damit zu tun, seine dringlichsten Probleme zu lösen. Stattdessen wurde nun aber ein neuer Nebenschauplatz eröffnet - in der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Langenlonsheim. Der drohte der DOSB mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro, sollte bei der sogenannten Weinolympiade in Langenlonsheim mit olympischen Symbolen geworben werden, berichtet die Mainzer "Allgemeine Zeitung". Der Streitwert des Falles beträgt 150.000 Euro.
Bei der ersten Weinolympiade im August hatten die Veranstalter nicht nur den Namen der sportlichen Großveranstaltung benutzt, sondern auch ein ähnliches Symbol mit sieben Ringen verwendet.
Der DOSB fordert von der Verbandsgemeinde dem Bericht zufolge nun eine Unterlassungserklärung, ebenso sollen die Anwaltskosten getragen werden. "Damit wird jedes ehrenamtliche Engagement zunichte gemacht", sagte Bürgermeister Wolfgang Zimmer.
"Das Olympiaschutzgesetz von 2004 verbietet die Nutzung der olympischen Symbole und Begrifflichkeiten in werblichem Zusammenhang", sagte DOSB-Sprecher Christian Klaue: "Deshalb gehen wir dagegen vor." In anderen Fragen ist der DOSB hingegen noch nicht weiter gekommen.
Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels stand, dass der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) der Gemeinde Langenlonsheim mit einer Strafe in Höhe von 150.000 Euro droht. Das war ein Fehler der Agentur. Der Streitwert des Falles beträgt 150.000 Euro, die mögliche Strafe 5000 Euro. Wir bitten Sie, diesen Fehler zu entschuldigen.
jar/sid
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Deutscher Olympischer Sportbund | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH