Sportbetrug Wada hält deutsche Anti-Doping-Agentur für unwirksam

Schlechtes Zeugnis für die deutsche Anti-Doping-Agentur Nada: Die Wada hält sie nicht für fähig, Licht ins Dunkel des Dopingbetruges zu bringen. Dazu fehlten der Nada schlicht die Mittel, so der Sekretär des Weltverbandes.

Wada-Direktor Howman: "Die Nada hat kaum Möglichkeiten"
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Wada-Direktor Howman: "Die Nada hat kaum Möglichkeiten"


Hamburg - Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) sieht den mangelnden Handlungsspielraum der deutschen Agentur Nada bei Dopinguntersuchungen und deren finanzielle Unsicherheit kritisch. "Die Nada kann keine Ermittlungen durchführen und hat kaum Möglichkeiten, Informationen von der Polizei zu bekommen", sagte Wada-Generalsekretär David Howman der Nachrichtenagentur dpa.

"Ich sprach mit der Nada-Chefin Andrea Gotzmann darüber. Sie bleibt bei vielem, was in ihrem Land passiert, im Dunkeln. Und das ist nicht ihr Fehler." Man könne dies in Deutschland aber "leicht verändern, um einen freien Fluss der Informationen zu garantieren", sagte Howman.

Der Neuseeländer kritisierte auch, dass es für das Budget der Nada keine Garantie gebe. "Ich finde es bedauerlich für die Nada, dass sie keine abgesicherte Zukunft hat und dass sie keinen gesicherten Betrag an Geld hat, mit dem sie planen kann", sagte Howman. Die Nada bekomme das Geld vom Staat, vom Sport und aus privaten Quellen. "Das ist nicht das normale Modell. In den meisten Ländern werden die nationalen Agenturen voll vom Staat finanziert", sagte Howman.

Nicht überrascht über Spuren in den Fußball

Für ihn kommt es zudem nicht unerwartet, dass die Spur im Zuge des Prozesses rund um den spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes auch zum Fußball führt. "Wenn es Beweise geben sollte, werden wir überlegen, was zu tun ist und Untersuchungen einleiten", so Howman. "Es überrascht mich aber nicht, dass der Fußball auch davon betroffen ist."

Beim Fuentes-Prozess tauchten Hinweise auf, dass italienische und spanische Fußballclubs die Dienste des Arztes in Anspruch genommen haben könnten. Von dem Gerichtsverfahren in Madrid erhofft sich die Wada als Nebenklägerin die Herausgabe der Blutbeutel, die Fuentes zu Dopingzwecken für Sportler aufbewahrt hat.

"Wir haben nicht so viel Energie in den vergangenen sechs Jahren in diese Sache gesteckt, um jetzt die Chance zu verwerfen, die Wahrheit zu erfahren", sagte Howman. Die Richterin wolle am Ende des Prozesses darüber entscheiden. "Dann werden wir sehen, ob wir die Beutel bekommen oder nicht. Der Sport hat ein Recht zu erfahren, wem diese Blutbeutel gehören und wer Teil dieses Dopings gewesen ist", meinte Howman.

aha/dpa



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derandersdenkende 13.02.2013
1. Wenn Dopingbekämpfung und Interessenwahrung
Zitat von sysopAPSchlechtes Zeugnis für die deutsche Anti-Doping-Agentur Nada: Die Wada hält sie nicht für fähig, Licht ins Dunkel des Dopingbetruges zu bringen. Dazu fehlten der Nada schlicht die Mittel, so der Sekretär des Weltverbandes. http://www.spiegel.de/sport/sonst/welt-anti-dopingagentur-wada-kritisiert-deutsche-nada-a-883088.html
kollidieren, ergeben sich Probleme. Aber glaubhafter Antidopingkampf ohne Ansehen der Person muß von Neutralität und Herstellung der Chancengleichheit für alle gekennzeichnet sein. Das setzt den Willen zur Aufklärung alten Mißbrauchs voraus. Es geht zunächst um Vertrauen und dann darum die Fahnder in die Lage zu versetzen, auch fündig werden zu können. Auch und vor allem im eigenen Zuständigkeitsbereich!
cigarfamily 13.02.2013
2. Unglaubwürdig
Die WADA ist sowieso unglaubwürdig. Schmerzmittel gelten bei Verletzungen als leistungssteigernd und Doping - werden jedoch nicht verboten. Begründung: zu aufwändig...Der DOSB und der IOC sind auch nicht viel besser...die stellen zwar Regeln auf... schauen jedoch weg, wenn es um deren Einhaltung geht.... z. B. Minimierung des Verletzungsrisikos...
BettyB. 13.02.2013
3. Wieso eigentlich?
Weshalb gibt der Staat der Nada Geld. Nada, nothing, nichts sollten die vom Staat erhalten. Wofür auch?
heinz4444 13.02.2013
4. Solange
es in Ländern,abseits von Mittel-Europa möglich ist,vollkommen ohne Trainingskontrollen ihre Sportler "vorzubereiten",solange sollte die WADA sich erst an die eigene Nase fassen. Man erinnere sich nur an die Gewichtheber während London 2012. Dass bei Wettkampfkontrollen wirklich nur die Dümmsten auffliegen,sollte inzwischen jedem klar sein.
RugbyLeaguer 13.02.2013
5.
Zitat von heinz4444es in Ländern,abseits von Mittel-Europa möglich ist,vollkommen ohne Trainingskontrollen ihre Sportler "vorzubereiten",solange sollte die WADA sich erst an die eigene Nase fassen. Man erinnere sich nur an die Gewichtheber während London 2012. Dass bei Wettkampfkontrollen wirklich nur die Dümmsten auffliegen,sollte inzwischen jedem klar sein.
Wieso braucht man in Deutschland eigentlich eine Dopinagentur? Hierzuland ist Doping doch ein Fremdwort. Hier wird doch nie und nimmer gedopt! Die deutschen Atlethen sind doch die saubersten der Welt! Überall auf der Welt wird gedopt, doch Deutschland ist DIE Dopingfreie Insel... *Ironie aus*
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