Bahnrad-WM Welte gewinnt Silber im Zeitfahren, Levy im Keirin

Zweite WM-Medaille für Miriam Welte: Die deutsche Bahnradfahrerin hat in Melbourne nach Gold im Teamsprint im 500-Meter-Zeitfahren der Frauen Silber gewonnen. Bei den Männern verpasste Maximilian Levy die Goldmedaille im Keirin nur um Zentimeter.

Bahnradfahrerin Welte: Silber im 500-Meter-Zeitfahren
Getty Images

Bahnradfahrerin Welte: Silber im 500-Meter-Zeitfahren


Hamburg - Teamsprint-Weltmeisterin Miriam Welte hat bei der Bahnrad-WM in Melbourne ihre zweite Medaille gewonnen. Welte sicherte sich mit einem deutschen Rekord Silber im 500-Meter-Zeitfahren. In 33,626 Sekunden ist die 25-Jährige nun die erste Deutsche, die eine Zeit unter 34 Sekunden gefahren ist.

Nach dem Titelgewinn im Teamsprint mit Kristina Vogel war Welte von ihrem bisher größten Erfolg in einer Einzeldisziplin überwältigt. "Ich kann es nicht glauben, das ist eine Wahnsinns-WM", sagte sie. 2011 hatte Welte im niederländischen Apeldoorn bereits WM-Bronze im Zeitfahren gewonnen. Auch Bundestrainer Detlef Uibel war voll des Lobes. "Das ist die beste Miriam Welte, die wir je gesehen haben", sagte er.

Den Sieg holte die Australierin Anna Meares, die in der Weltrekordzeit von 33,010 Sekunden nach dem Erfolg im Keirin ihren zweiten Titel bei dieser WM feierte. Meares unterbot die Bestmarke von Simona Krupeckaite, die die Litauerin 2009 im polnischen Pruszkow in 33,296 Sekunden aufgestellt hatte. Die Bronzemedaille ging an die Britin Jessica Varnish.

Levy holt Silber im Keirin

Bei den Männern hat Maximilian Levy nur um Zentimeter seinen zweiten WM-Titel im Keirin verpasst. Der Weltmeister von 2009 gewann im Finale des sogenannten Kampfsprints die Silbermedaille hinter dem britischen Olympiasieger Chris Hoy. Levy, der von der Spitze aus das Rennen bestimmt hatte, wurde erst auf den letzten Metern von Hoy abgefangen. Der Neuseeländer Simon Van Velthooven holte Bronze.

Am letzten WM-Tag errang Levy damit die insgesamt fünfte Podestplatzierung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Der zweite Platz ist für den 24-Jährigen neben den beiden Weltmeistertiteln im Teamsprint (2010, 2011) und Teamsprint-Bronze in Peking 2008 einer der größten Erfolge seiner Karriere.

mib/sid



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